Beratung

Beratung am Lessing-Gymnasium

1. Beratungskonzept

1.1 Spezielle Beratungsangebote in der Erprobungsstufe

1.2 Spezielle Beratungsangebote in der Sekundarstufe I

1.3 Spezielle Beratungsangebote in der Sekundarstufe II

2. Laufbahnberatung

3. Persönliche Beratung

3.1 Konzept der persönlichen Beratung

4. Beratung zu Lese-Rechtschreib-Schwäche

5. Beratung zur (Hoch-)Begabungsförderung

6. Beratung im Rahmen der Studien- und Berufswahlorientierung

7. Beratung durch die Streitschlichtung

1. Beratungskonzept des Lessing-Gymnasiums

Die Rolle von Beratung an der Schule allgemein

Zielsetzung von Schule ist, dass sich die Schüler ganzheitlich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln, zumal „schulisches Lernen immer in die Lebensbewältigung hineinragt und zur Persönlichkeitsentwicklung beiträgt“(Schnebel 2007,S.78).

– Beratung fördert und unterstützt den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule und ist zunächst einmal Aufgabe jeden Lehrers.

  • Schulische Beratung dient allgemein der Vermittlung von Hilfen bei individuellen Schwierigkeiten sowie bei wirkungsvollen und befriedigenden Lernen an der Schule.

Breites Beraterangebot des Lessing-Gymnasiums

Im oben genannten Rahmen beraten am Lessing-Gymnasium:

  • Alle Fach- und Klassenlehrer

  • Die Schulleitung

  • Schullaufbahnberater (Stufenkoordinatoren, BT-Lehrer, Klassenlehrer, IB-Koordinator)

  • Beratungslehrer für „Persönliche Beratung“

  • Berater für LRS

  • Berater für individuelle Förderung / (Hoch)Begabungsförderung

  • Berater für Berufsfragen, auch in Zusammenarbeit mit Berufsberatern

  • Ausbildungslehrer für Streitschlichtung und die Streitschlichter selbst.

  • SV-Lehrer

  • Mobbing-Berater

  • Berater für Sicherheitsfragen

  • Berater für Literaturfragen

Beratung bei speziellen Beratungsanlässe und –situationen

Spezielle Beratungsangebote in der Erprobungsstufe

– zur Schulwahl beim Übergang in die Jahrgangsstufe 5 (Eltern- und Schülerberatung)

– bei der Wahl der zweiten Fremdsprache beim Übergang von Jahrgangsstufe 5 nach 6 (Latein/Französisch)

– Schullaufbahnberatung beim Übergang in die Jahrgangsstufe 7 ( Fachprofilklassen)

– beim Übergang von der Realschule zum Gymnasium und umgekehrt in der Erprobungsstufe

– bei internen Übergängen (Klassenwechsel / freiwillige Wiederholung) in Zusammenarbeit mit den betroffenen Koordinatoren, Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern

– Beratung der eigenen Kollegen zur Lernsituation an den Grundschulen (besonders des eigenen Einzugsbereiches) und der Grundschulkollegen zur Lernsituation an der eigenen Schule

– gemeinsame Beratung mit Grundschullehrerinnen und –lehrern vor und während der Erprobungsstufe

– zum Förderbedarf in der Übergangssituation besonders bei Kindern aus Migrantenfamilien und Familien mit nicht deutschsprachiger Herkunft

– zu schulbedingten und im Zusammenhang von Schule und Unterricht entstehenden Erziehungsproblemen in Zusammenarbeit mit den Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrern

– Informationen zu den besonderen Aufgaben der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer für neue Lehrkräfte

Spezielle Beratungsangebote in der Sekundarstufe I

– zu den Wahlen und der Einrichtung der Kurse im Wahlpflichtbereich II (Differenzierung) für die Jahrgangsstufe 8/9

– zur Sprachförderung bei Kindern aus Migrantenfamilien und Familien mit nicht deutschsprachiger Herkunft sowie zurFeststellungsprüfung“ anstelle der zweiten Fremdsprache

– zu den Schulabschlüssen in den Jahrgangsstufen 9 und EF: Hauptschulabschluss, Fachoberschulreife, Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe

– zur Erlangung des Latinums für Schülerinnen und Schüler, die die Einführungsphase im Ausland verbringen

– zum Schulwechsel, zum freiwilligen Rücktritt in die nächst niedere Jahrgangsstufe, zur Vorversetzung

– von Eltern, Schülerinnen und Schülern zum Übergang von der Realschule zum Gymnasium und umgekehrt in den Jahrgangsstufen 7 und 8

– von Eltern, Schülerinnen und Schülern zu den Schulabschlüssen in den Jahrgangsstufen 9 und EF

– zu Auslandsaufenthalten, z.B. in der Einführungsphase

– zu Fördermöglichkeiten (Förderpläne, Möglichkeiten der Wiederholung usw.) in Zusammenhang mit Gefährdung von Versetzung

– zu den besonderen Aufgaben der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer für neue Lehrkräfte

Spezielle Beratungsangebote für die Sekundarstufe II

– Einführende Information über den Bildungsgang in der Sekundarstufe II – auch für interessierte Schülerinnen und Schüler anderer Schulformen mit Fachoberschulreife

– Einzelberatung zur Kurswahl in der Jahrgangsstufe 9

– Beratung zu den Schulabschlüssen nach der EF und zur Fachoberschulreife

– zu Fördermöglichkeiten in Zusammenhang mit Gefährdung der Laufbahn

– Einführung in die Arbeitsweisen der Sekundarstufe II (Blockseminar)

– Information zur Leistungskurs-Wahl

– Einzelberatung zur Laufbahngestaltung in der Qualifikationsphase in der Oberstufe

– Methodenseminar zur Vorbereitung der Facharbeit in der Einführungsphase

– Beratungsgespräch zur Themenwahl der Facharbeit

– Einzelberatung bei der Erstellung der Facharbeit

– Einzelberatung zur „besonderen Lernleistung“

– Information zur Bildung der Gesamtqualifikation und zur Abiturprüfung

– Information über die Regelungen bei Klausuren, Aufsichtsführung, Versäumnisse etc.

Evaluation

Im Rahmen von Konfererenzen und Kollegialer Fallberatung innerhalb einzelner Beratungsteams und teilweise auch des gesamten Kollegiums wird regelmäßig eine Evaluation der Häufigkeit und Inhalte der jeweiligen Beratungen vorgenommen, um so Grenzen und Möglichkeiten der jeweiligen Beratungen zu reflektieren und weiterzuentwickeln

2.LAUFBAHNBERATUNG AM LESSING-GYMNASIUM

Als Laufbahnberater/innen beraten am Lessing-Gymnasium:

– Klassenlehrer/innen der Klassen 5-9

– BT-Lehrer/innen der Sekundarstufe II:

die Einführungsphase (EF): Ulla Mertens, Nele Scheidgen

die Qualifikationsphase 1 (Q1): Sabine Ernst, Gregor Franzen

die Qualifikationsphase 2 (Q2): Jürgen Piepenbrock, Martin Kellermann

– Stufenkoordinator/innen:

Erprobungsstufenkoordinatorin: Frau Schumacher

Mittelstufenkoordinator: Herr Deuster

Oberstufenkoordinator: Herr Rechmann

– IB-Koordinatorin: Herr Leitheiser

– Schulleitung: Frau Meinecke

stellvertretende Schulleitung: (komm.) Frau Schumacher

3. Persönliche Beratung am Lessing-Gymnasium

Du hättest gerne die Möglichkeit, sorgenfreier zu sein? …dich zu öffnen? …aufzubrechen? …Bewegung in dein Leben zu bringen? …dich von Stress zu befreien? …verstanden zu werden? …Veränderung zu spüren? …Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen zu bekommen? …zur Ruhe zu kommen? …oder einfach nur „du selbst“ zu sein?

… Hier zähle ich!“

In der persönlichen Beratung bieten wir euch Schüler/innen Zeit, Raum und ein offenes Ohr für eure Themen!

Je nach gemeinsamer Absprache, suchen wir gemeinsam nach dem, was euch gut tut – schauen, ob wir Bewegung in eure Themen bekommen können, wer euch unterstützen könnte oder einfach, wie es euch damit geht!

Alle Gespräche bleiben unter vier Ohren, wenn ihr es wünscht!

Gesprächsraum: 224

Gesprächszeiten nach Vereinbarung:

… sprecht uns einfach an, legt einen Zettel in unser Fach oder mailt uns unter:

lessing-beratung@gmx.de

Eure Beratungslehrer:

Frau Alshut, Herr Dreifürst und Herr Kellermann

 

3.1 Konzept zur Persönlichen Beratung:

Wird die Weiterentwicklung der Schüler auf Ebene des Lernens aber auch der Persönlichkeit blockiert, z.B.

– wenn keine ausreichende emotionale Stabilität vorliegt

– der Schüler um seine Sicherheit im schulischen oder privaten Umfeld besorgt ist

– er Motivations- und Leistungsblockaden zeigt…,

so äußert sich dies häufig in unterschiedlichsten Beziehungskonflikten (Schüler- Schüler, Schüler-Lehrer, Schüler-Eltern, Schüler-Freunde, usw.).

Hier kann eine Persönliche Beratung eine wichtige Hilfestellung sein, um mit dem Schüler neue Orientierungsmöglichkeitenin seiner Lebensgestaltung zu erarbeiten.

Grundsätze der Persönlichen Beratung am Lessing-Gymnasium

a)- Beratung ist keine Belehrung

„Schüler, die Schwierigkeiten machen, haben zuerst welche!“

Beratung äußert sich in einem möglichst gutem Verhältnis der einzelnen Teilprozesse von Beratung

Information (nicht Belehrung)

Begleitung (nicht abhängig machen)

Steuerung (nicht Manipulation)

Beratung hat zum Ziel „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten:

Eine wirkliche Entwicklung des Schülers findet nur statt, wenn dieser zu einem aktiven Lernprozess angeregt wird, „in dessen Verlauf seine Selbsthilfebereitschaft, seine Selbststeuerungsfähigkeiten und seine Handlungskompetenz verbessert werden“ (Dietrich 1983, S.2).

Beratung beruht deshalb immer auf einem freiwilligen Prozess und kann nicht verordnet (wohl aber empfohlen) werden!

b) Beratung ist keine Therapie

– Schule ist primär keine Beratungseinrichtung, hat aber die Aufgabe Lernen und Lehren zu ermöglichen und die persönliche Entwicklung zu fördern.

– Schulische Beratung ist dabei vor allem lösungsorientiert, zukunftsorientiert und beschränkt sich auf eine begrenzte Anzahl von Sitzungen.

Grenzen der Beratung

  • aufgrund der Grenzen des schulischen Beratungsauftrages, der keine Therapie vorsieht (vgl. Beratungserlass)

  • aufgrund der Grenzen der Kompetenz der Beratungslehrerin (z.B. bei akuter Gefährdung des Kindes, spezieller Problemlage,…)

  • aufgrund zeitlicher Grenzen (z.B. bei einer möglichen langfristig benötigten Hilfe)

Jedoch kann in diesen Fällen eine Kontaktaufnahme mit professionellen Beratungs- und/oder Therapiestellen vermittelt bzw. unterstützt werden.

Zielgruppe / Beratungsanlässe der Persönlichen Beratung

Zielgruppe der Beratungsarbeit sind Schüler/innen, Erziehungsberechtigte sowie Lehrer/innen.

Sozialform der Beratung kann als Einzelberatung, als Gruppenberatung oder als Moderation zwischen verschiedenen Parteien stattfinden.

Beratungsanlässe für Schüler können ganz verschiedener Art sein: unter anderem Lernschwierigkeiten, Wünsche nach einem besseren und erfolgreicheren Lernen, Klärungs- und Konfliktsituationen, Stress bereitende bzw. belastende familiäre sowie angstbesetzte schulische Situationen oder lösungsorientierte Gespräche bei Streit.

Beratungsanlässe für Kollegen können alle belastenden Situationen rund um das Thema Schule sein, wie z.B. problematische Situationen innerhalb einer Klasse, Probleme mit Eltern, Schülern.

Beratungsanlässe für Erziehungsberechtigte können z.B. Fragen nach Möglichkeiten der Unterstützung in der Erziehung oder der häuslichen Situation sein.

Jedes Thema, was als belastendes Thema wahrgenommen wird, darf in der persönlichen Beratung auch seinen Platz haben!

Setting – organisatorischer Rahmen

– Für Schüler, Eltern und Kollegen besteht die Möglichkeit des Erstkontakts mit den Beratungslehrern durch persönliches Ansprechen, eine schriftliche Mitteilung über das Sekretariat, per E-Mail (lessing-beratung@gmx.de) oder für Schüler durch die Empfehlung bzw. Kontaktherstellung durch einen Kollegen.

– Das Setting der Beratung wird in genaue Absprache mit dem zu Beratenden festgelegt, was Thema, Häufigkeit der Treffen und Ziel der Beratung betrifft.

– Im Sinne einer Lösungsorientierung wird überlegt, welche Personen bei der Entwicklung und Realisierung einer Lösung hilfreich und sinnvoll sind. Alle Beteiligten vereinbaren einen für alle verbindlichen und realisierbaren Lösungsweg

– Der neu eingerichtete Beratungsraum unterstützt die Beratung durch seinen geschützte Raum, der nicht mit einer Unterrichtssituation assoziiert wird und so während der Beratung die Rolle des Beraters noch einmal deutlich von der des Lehrers abhebt.

– Information an Fachlehrer über mögliche Unterrichtsversäumnisse aufgrund von „Beratungsnotfällen“ oder Erstgesprächen erfolgt per Formular ins Fach der Kollegen.

Vertraulichkeit

Allgemein gilt der Inhalt von Beratung als vertraulich (gegenüber Kollegen, Eltern, Schulleitung…), da die persönliche Beratung am Lessing-Gymnasium offizielles Angebot der Schule ist.

Grenzen der ‚Schweigepflicht’ gibt es jedoch, wenn Gefährdung des Kindeswohls oder strafbare Handlungen thematisiert werden – in diesen Fällen gilt dann jedoch das Prinzip der Transparenz gegenüber den Schülern bzw. zu Beratenden, dass in diesen Fällen nicht geschwiegen werden kann.

Ausbildung der Beratungslehrer

Die Beratungslehrer/innen des Lessing Gymnasiums haben eine umfassende Ausbildung in Beratung absolviert und langjährige Erfahrung im Bereich der Beratung. Sie vertreten in der Beratung vor allem die Ansätze der personenzentrierten, der ressourcenorientierten und der systemischen Beratung.

Kooperation mit schulexternen Beratungsstellen (Aufbau eines Netzwerkes)

– Schulpsychologischer Dienst (Frau Dr. Schabram)

– Jugendamt

– Beratungsstellen für sexuellen Missbrauch, Gewaltmissbrauch, Essstörungen, Spielsucht, …

– Polizei (Herr Hoffmann)

– Kinder- und Jugendpsychologen vor Ort

– Beratungslehrer der umliegenden Grundschulen

Evaluation

Im Rahmen einer Lehrerkonferenz und der Schulpflegschaft wird eine jährliche Evaluation der persönlichen Beratung vorgestellt, welche die Vertraulichkeit nicht verletzt, wohl aber transparent macht, wie die Berater gearbeitet haben, welchen Umfang die Beratungen eingenommen haben und wie das Kollegium die Persönliche Beratung auch zukünftig unterstützen kann.

4. Beratung zu LRS am Lessing-Gymnasium

Am Lessing-Gymnasium steht den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern ein qualifiziertes Beratungsangebot im Bereich der Lese-Rechtschreibschwäche zur Verfügung.

Oft erkennen Deutschlehrer im Verlauf der Erprobungsstufe, dass Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten im Bereich des Lesens und Schreibens haben, und treten dann mit den Eltern und den betreffenden Kindern ins Gespräch. Auch wenn die Kinder schon von der Grundschule oder von anderen vorher besuchten Schulen mit der LRS-Diagnose zu uns kommen, stehen wir jederzeit für kompetente Beratungsgespräche bereit, um über entsprechende Maßnahmen zu sprechen, die dem einzelnen Kind helfen könnten.

So entscheiden wir gemeinsam mit den Eltern, wie Fördermaßnahmen individuell für ihr Kind aussehen könnten und ob ein Nachteilsausgleich zur Anwendung kommen sollte. Wir informieren über die rechtliche Seite bezüglich zentraler Prüfungen und der weiteren Schullaufbahn und geben Hilfestellung bei Fragen rund um diese Thematik.

Ansprechpartnerin ist Frau Kollmann

5. Beratung zur individuelle Förderung von (hoch-)begabten Schüler/innen am Lessing-Gymnasium

 

Das Lessing-Gymnasium setzt sich zum Ziel, die Potentiale der Schülerinnen und Schüler zu wecken, zu stärken und auszubauen. Aus diesem Grund richten sich die Angebote der Begabungsförderung prinzipiell an alle unsere Schülerinnen und Schüler, um jedes Kind möglichst nach seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen zu fördern.

Darüber hinaus verfügt das Lessing-Gymnasium über weitere differenzierte Möglichkeiten der Förderung besonders begabter Schüler/innen, so dass je nach individuellen Begabungsschwerpunkten, Interessen und Bedürfnissen geeignete Förderangebote möglich sind.

Als Basis einer solchen individuellen Förderung bieten wir dabei eine eingehende begleitende Beratung von Schüler/innen und Eltern durch eine Ansprechpartnerin für Hochbegabtenförderung

Als mögliche Maßnahmen zur individuellen Förderung besonders begabter Schüler/innen bietet das Lessing-Gymnasium sowohl Maßnahmen der Anreicherung des Stoffes (Enrichment), solche zur Beschleunigung des Lernens (Akzeleration) oder eine Kombination aus beidem.

Ansprechpartnerin ist Frau Alshut

6. Beratung im Rahmen der Studien- und Berufswahlorientierung

Am Lessing-Gymnasium werden die Schülerinnen und Schüler frühzeitig an den Prozess der Studien- und Berufswahl herangeführt. Spätestens ab der Stufe 8 führen die Fächer Deutsch, Politik und Englisch in das Thema ein. Aus der Analyse der Neigungen, Stärken und Schwächen ergeben sich Fragen, vor allem im Zusammenhang mit der Suche nach einem Praktikumsplatz. Erste Ansprechpartner sind neben den Klassen- und Fachlehrern die Koordinatorinnen für die Studien- und Berufswahl. Sie leisten Einzelberatungen, vor allem aber agieren sie als Leitstelle und Wegweiser für Schüler, Eltern und Lehrer. Sie informieren über Wege nach dem Schulabschluss, vermitteln Zugang zu konkreten Informationsquellen, zu Potentialanalysen, vor allem aber zu den Beratungs- und Vermittlungsangeboten der Bundesagentur für Arbeit, der regionalen Hochschulen und der örtlichen Kammern (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer).

Regelmäßig kommen externe Berater in die Schule. Damit steht Schülern und Eltern ein niedrigschwelliges Angebot zur Verfügung. Die wichtigsten Elemente sind die regelmäßigen Präsenztage des Berufsberaters der BA, der Elternabend und die Schülerinformation zum Thema „Wege nach dem Abi in Studium und Beruf“ (Q1), Bewerbungstraining (Klasse 9) und Assessmentcenter (Q1) und vor allem das jährliche Berufsorientierungsforum. Dort informieren Hochschulen, Unternehmen, Kammern, aber auch Eltern, über Berufe und Berufswege und beraten Schülerinnen und Schüler sowie Eltern (ab Klasse 8).

Ansprechpartner in der Sekundarstufe I: Frau Frank

Ansprechpartner in der Sekundarstufe II: Frau Wölfer

7. Beratung durch die Streitschlichtung

Am Lessing-Gymnasium bilden wir regelmäßig Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichterinnen und Streitschlichtern aus mit dem Ziel, dass diese ihre Fähigkeiten im Bereich der Kommunikation und personenzentrierten Gesprächsführung ausbilden, um im Sinne eines friedlichen und freundlichen Miteinanders ihren Mitschülerinnen und Mitschülern bei einem Konflikt beiseite zu stehen.

Die Streitschlichterinnen und Streitschlichter erhalten in einem Blockseminar eine Ausbildung, die sowohl die Grundlagen der allgemeinen Kommunikationstheorien beinhaltet als auch im Bereich der personenzentrierten Gesprächsführung schult. Neben diesen theoretischen Unterweisungen gibt es einen praktischen Teil, in welchem die Schülerinnen und Schüler die erworbenen Kenntnisse im Sinne des „Bensberger-Mediations-Modells“ anhand möglicher Fallbeispiele erproben. In einem solchen Konfliktgespräch soll es jedoch nicht darum gehen, Schuld bzw. Unschuld festzustellen und sogar zu bewerten, sondern Ziel ist es, gemeinsam zu einer Lösung zu gelangen. Damit sind die Mediatoren nicht „Richter“, sondern „Helfer“ auf dem gemeinsamen Weg zu einer Beseitigung des Konfliktes.

Unsere Streitschlichterinnen und Streitschlichter halten sich hierbei an grundlegende Regeln des Gesprächsablaufs, welche es jedem „Kontrahenten“ gestatten, seine Sichtweise darzulegen und damit „gehört zu werden“. Durch eine ritualisierte Gesprächsführung führen die Mediatoren die Konfliktparteien zu einer Lösung, die beiden Seiten gerecht wird und den Streit beilegt.

So lernen die Schülerinnen und Schüler, selbstständig Konflikte zu lösen, indem sie die Perspektive des anderen einnehmen und empathisch mit den Gefühlen des Gegenübers umgehen.

Unsere Streitschlichterinnen und Streitschlichter arbeiten in Teams und stehen an jedem Schultag in der 2. Pause in der „Badewanne“ am Haupteingang bereit, um Schülerinnen und Schülern zu helfen, die eine Streitschlichtung in Anspruch nehmen wollen.

Ansprechpartnerinnen sind Frau Goy, Frau Timmermann und die Streitschlichter/innen

Text: Claudia Alshut (2017)