Zunächst folgt der schulinterne Kernlehrplan für die gymnasiale Oberstufe für das Fach Katholische Religionslehre. Den Kernlehrplan für das Fach Evangelische Religionslehre finden Sie im Anschluss.
Katholische Religionslehre
(Stand: 31.05.2015)
1 Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit
Die Rahmenbedingungen der Schule ermöglichen einen ordnungsgemäßen laut Stundentafel der Schule vorgesehen Religionsunterricht.
Das Fach Katholische Religionslehre ist in der Einführungsphase und der Qualifikationsphase 1 in der Regel mit 2-3 Grundkursen vertreten. In der Qualifikationsphase 2 wird auf Grund der Schülerwahlen in der Regel nur 1 Grundkurs gebildet.
Die Unterrichtstaktung an der Schule folgt einem 45 Minutenraster, wobei angestrebt wird, dass der Unterricht möglichst in Doppelstunden stattfindet.
In allen Unterrichtsvorhaben wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur persönlichen Auseinandersetzung mit den Inhalten im Hinblick auf die eigene Lebenswirklichkeit gegeben. Insgesamt werden überwiegend kooperative, die Selbstständigkeit des Lerners fördernde Unterrichtsformen genutzt, sodass ein individualisiertes Lernen in der Sekundarstufe II kontinuierlich unterstützt wird. Hierzu eignen sich besonders Doppelstunden.
Die Fachkonferenz steht im regelmäßigen Austausch über die Umsetzung der unterrichtlichen Entwicklungsziele. Nach Veröffentlichung des neuen Kernlehrplans steht dessen unterrichtliche Umsetzung im Fokus. Hierzu werden sukzessive exemplarisch konkretisierte Unterrichtsvorhaben und darin eingebettet Überprüfungsformen entwickelt und erprobt.
Der Religionsunterricht biete in unserer säkularisierten Welt die Möglichkeit der intensiven Auseinandersetzung mit Fragen nach dem Glauben, den Erscheinungsformen der Kirche, der Existenz Gottes sowie der Zukunft. Dabei werden fachlich fundierte Kenntnisse vermittelt, die die Voraussetzung für einen eigenen Standpunkt und für verantwortliches Handeln bilden.
2 Entscheidungen zum Unterricht
2.1 Unterrichtsvorhaben
2.1.1 Übersichtsraster der Unterrichtsvorhaben
Einführungsphase |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema/Kontext: Wie hältst du’s mit der Religion?“ – Wahrnehmung von Religion in unserer Zeit und Welt und Auseinandersetzung mit ihrer Relevanz heute Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld: Der Mensch in christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) Christlichen Antworten auf die Gottesfrage (Inhaltsfeld 2) Inhaltliche Schwerpunkte: – Wie halte ich es mit der Religion? Wofür braucht der Mensch Religion? – Wie kommt es zu Bedeutungsverlust und Bedeutungsverschiebung von Religion? – Religion in der Diskussion [z.B.: Konflikte Kirche/Religion und Staat; aktuelle Konflikte zum Thema Religionsfreiheit |
Unterrichtsvorhaben II: Thema/Kontext: „Ich glaube nur die Dinge, die naturwissenschaftlich beweisbar sind..“?! – Glauben und Wissen als spezifische Zugänge zur Wirklichkeit Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfelder: Der Mensch in christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) Christliche Antworten auf die Gottesfrage (Inhaltsfeld 2) Inhaltliche Schwerpunkte: – Das Verhältnis von Vernunft und Glaube – Was ist Wirklichkeit? Realität? Wahrheit? – Mythos am Beispiel der Sintflutgeschichte – Historisch-kritische Bibelauslegung – Glaube und Naturwissenschaft |
Unterrichtsvorhaben III: Thema/Kontext:Macht euch die Erde untertan…?“! – Christliches Menschenbild zwischen Anspruch und Wirklichkeit Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:#
Inhaltsfeld: Der Mensch in christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) Inhaltliche Schwerpunkte: – Was ist der Mensch? – Verschiedene Perspektiven des Menschen – Die biblisch – christliche Vorstellung vom Menschen als „imago dei“ – Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes zwischen Anspruch und Wirklichkeit |
Unterrichtsvorhaben IV: Thema/Kontext:Darf der Mensch, was er kann?“ – Wie wir verantwortlich handeln können Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfelder: Der Mensch aus christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation (Inhaltsfeld 5) Inhaltliche Schwerpunkte: – Menschenwürde – Eine nicht verhandelbare Konstante? – Sterbehilfe oder Sterbebegleitung? Was ist theologisch geboten? |
Qualifikationsphase 1 |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema/Kontext: Kann man eigentlich (noch) vernünftig glauben? – Der Glaube an den christlichen Gott vor den Herausforderungen des Atheismus und der Theodizee Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld: IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage Inhaltliche Schwerpunkte: – Gott als bloße Projektion? – Theodizee – Das biblische Buch Hiob – Geschenkte Freiheit als Ausdruck der Liebe Gottes und der selbst gesetzten Grenzen seiner Allmacht (Greshake) |
Unterrichtsvorhaben II: Thema/Kontext: Glauben an den lieben Gott? Oder Gott ein absolutes Geheimnis? – Von der (Un-) Möglichkeit einer angemessenen Rede von Gott Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld: IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage Inhaltliche Schwerpunkte: – Gottesvorstellungen von SuS – Über die Möglichkeiten und Grenzen von Gottesvorstellungen -Wie wendet sich Gott den Menschen zu? – Zusage von Befreiung und bleibender Zuwendung (Berufung des Mose, Bedeutung des Gottesnamens, Exodusgeschehen) |
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Unterrichtsvorhaben III: Thema/Kontext:„Du sollst deine Feinde lieben“ !? – Der Anspruch der Botschaft Jesu zwischen Machbarkeit und Utopie (Zutrauen und utopischer Überforderung) Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld: IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation Inhaltliche Schwerpunkte: – Die Reich Gottes Botschaft als Programm Jesu (Gleichnisse, Wunder) -Auseinandersetzung mit den Positionen der Bergpredigt -Einübungen: Ethisch urteilen lernen an ausgewählten ethischen Entscheidungssituationen |
Unterrichtsvorhaben IV: Thema/Kontext::Kann ich für mich alleine glauben? – Kirche als Volk Gottes
Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld: IF 4: Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag Inhaltliche Schwerpunkte: – Kirche in ihrem Selbstverständinis vor den Herausforderungen der Zeit – Die Grundvollzüge der Kirche: Martyria, Diakonia, Liturgia, Koinonia – Die ideale Kirche |
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Qualifikationsphase Q2 |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema/Kontext: Der Glaube an Jesus, den Christus – eine Zu-mutung für mich? Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld:IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi Inhaltliche Schwerpunkte: – Die historische Gestalt Jesus – Synoptischer Vergleich der Prozess-, Todes- und Auferstehungsberichte (2-Quellentheorie) – Der Sinn des Todes Jesu im NT – ausgewählte biblische Schlaglichter – Theologie vom Kreuz her – Solidarität mit den Schwachen und Unterdrückten, ein zeitgemäßes Konzept?! (z.B. Romero, Metz, Küng) – Die Bergpredigt – Eine Zu-mutung?! – Aufbau, Struktur, ethische Akzente sowie deren Überprüfung an der heutigen Lebenswirklichkeit |
Unterrichtsvorhaben II: Thema/Kontext: Die Botschaft von Erlösung, Heil und Vollendung Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld: IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung Inhaltliche Schwerpunkte: – Auseinandersetzung mit verschiedenen Wegen des Umgangs mit Tod und Endlichkeit – Unsterblichkeit der Seele oder Auferstehung des Fleisches ? – Himmel, Hölle, Fegefeuer – evtl. Vgl. mit Luthers Rechtfertigungslehre – J.B. Metz, Der eschatologische Vorbehalt – Vgl. der persönlichen Vorstellung vom Ende der Welt mit den Bildern der biblischen Apokalyptik (Dan7, Offb 8, Offb 13, Offb 21) und der Kunst – Hinterfragung einer lebenspraktischen Relevanz |
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Unterrichtsvorhaben III: Thema/Kontext: Viele Wege führen zu Gott?! – Der Wahrheitsanspruch der Kirche im interreligiösen und interkonfessionellen Dialog Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld: IF 4: Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag Inhaltliche Schwerpunkte: – Verhältnis der katholischen Kirche zu anderen Konfessionen und Religionen: – Erarbeiten des Konzilstextes: Nostra aetate – Inklusivismus, Exklusivismus, Pluralismus – Überblick über den christlich-jüdischen Dialog – Aspekte von Interkonfessionalität: Ökumene |
Unterrichtsvorhaben IV: Thema/Kontext: Inwiefern ich an ein Leben nach dem Tod glaube, entscheidet wie ich lebe ?! – ethische Perspektiven einer christlichen Eschatologie Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung:
Inhaltsfeld: IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation IF 6: Christliche Hoffnung auf Vollendung Inhaltliche Schwerpunkte: – Jesus – Modell gelingenden Menschseins? – Jesus – verwest, auferweckt, auferstanden? – Auferstehung und ewiges Leben |
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2.1.2 Mögliche konkretisierte Unterrichtsvorhaben – Einführungsphase
Thema: „Wie hältst du’s mit der Religion?“ – Wahrnehmung von Religion in unserer Zeit und Welt und Auseinandersetzung mit ihrer Relevanz heute
Inhaltliche Schwerpunkte: Der Mensch in christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) Christlichen Antworten auf die Gottesfrage (Inhaltsfeld 2) |
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Lebensweltliche Relevanz: In der säkularisierten Welt wird das Wahrnehmen der Bedeutung von Religionen immer schwerer. Das Verorten von Religiosität und deren Bedeutung muss behutsam eingeübt werden. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen: Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Wo und wie begegnet mir Religion? (z.B. Taizé, WJT, Jakobsweg,…) – Wie halte ich es mit der Religion? (z.B. Reflexion der eigenen Glaubensbiographie) – Wofür braucht der Mensch Religion? Wozu dient Religion? – Funktionen von Religion im Leben – Wie kommt es zu Bedeutungsverlust und Bedeutungsverschiebung von Religion? – Der Prozess der Säkularisierung (Privatisierung/ Relativierung / Funktionalisierung / Pluralisierung) – Religion in der Diskussion [z.B.: Konflikte Kirche/Religion und Staat; aktuelle Konflikte zum Thema Religionsfreiheit (Moscheeneubauten, Fundamentalismus etc…] Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B.: – Umfragen, Interviews – Recherche im Internet Form(en) der Kompetenzüberprüfung Präsentationen von Rechercheergebnissen strukturierende Lernplakate zum Reihenthema |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 SK 3 Methodenkompetenz MK 1 MK 2 MK 3 Urteilskompetenz UK 1 Handlungskompetenz HK 1 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen – SuS identifizieren religiöse Spuren und Ausdrucksformen in der Lebenswelt und deuten diese – SuS deuten eigene religiöse Vorstellungen in der Auseinandersetzung mit Film, Musik, etc. – SuS unterscheiden mögliche Bedeutungen von Religion im Leben von Menschen – SuS erläutern Aussagen und Anliegen religiöser Denkweisen in Hinblick auf die Lebenswirklichkeit und dem Spannungsfeld von Glaube und Vernunft – SuS bewerten die Thematisierung religiöser Fragen und Aspekte in ihrer Lebenswelt im Hinblick auf Inhalt und Form – SuS beurteilen kritisch Positionen fundamentalistischer Strömungen |
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Thema: „Ich glaube nur die Dinge, die naturwissenschaftlich beweisbar sind..“?! – Glauben und Wissen als spezifische Zugänge zur Wirklichkeit
Inhaltliche Schwerpunkte ( Inhaltsfelder): Der Mensch in christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) Christliche Antworten auf die Gottesfrage (Inhaltsfeld 2) |
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Lebensweltliche Relevanz: : Angesichts der eigenen Entwicklung und Identitätsfindung setzen sich die SuS mit dem Schöpfungsauftrag Gottes und dem christlichen Menschenbild auseinander unter besonderer Berücksichtigung der Frage nach sich selbst und der eigenen Verantwortung für die Gestaltung der Schöpfung |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen:, Inhaltliche Akzente des Vorhabens Das Verhältnis von Vernunft und Glaube – Was ist Wirklichkeit? Realität? Wahrheit? – Konstruktivismus – Mythos am Beispiel der Sintflutgeschichte – Historisch-kritische Bibelauslegung – Vereinbarkeit von Glaube und Naturwissenschaft Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B. – systematische Texterörterung – Historisch-kritische Bibelauslegung – Erstellen von Textdiagrammen und Schaubildern Form(en) der Kompetenzüberprüfung z.B.: – Strukturbild entwickeln zu einem Text, der das Verhältnis von Glauben und Wissen thematisiert – Historisch-kritische Bibelauslegungen an geeigneten Textstellen |
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Sachkompetenz SK 2 SK 3 SK 4 SK 5 Methodenkompetenz MK 1 MK 3 MK 4 MK 5 MK 7 Urteilskompetenz UK 1 UK 2 Handlungskompetenz HK 1 HK 2 HK 3 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen – SuS bestimmen Glauben und Wissen als unterschiedliche Zugänge zur Wirklichkeit in ihren Möglichkeiten und Grenzen – SuS erläutern an der Erschließung eines biblischen Beispiels (Sintflutgeschichte) die Arbeitsweise der Theologie – SuS erörtern ausgehend von einem historischen oder aktuellen Beispiel das Verhältnis von Glaube und Wissen – SuS erörtern die Verantwortbarkeit des Glaubens vor der Vernunft – SuS beurteilen kritisch Positionen fundamentalistischer Strömungen |
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Thema: „Macht euch die Erde untertan…?“! – Christliches Menschenbild zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Inhaltliche Schwerpunkte ( Inhaltsfelder): Der Mensch in christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) |
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Lebensweltliche Relevanz: : Angesichts der eigenen Entwicklung und Identitätsfindung setzen sich die SuS mit dem Schöpfungsauftrag Gottes und dem christlichen Menschenbild auseinander unter besonderer Berücksichtigung der Frage nach sich selbst und der eigenen Verantwortung für die Gestaltung der Schöpfung |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen:, Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Was ist der Mensch? – erste Annäherung – Verschiedene Perspektiven des Menschen – Die biblisch – christliche Vorstellung vom Menschen als „imago dei“ – Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Wie kann meine Schöpfungsverantwortung gelingen? Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B. – Mindmap – Liedanalyse (Grönemeyer, Söhne Mannheims,…): – arbeitsteilige GA (z.B. Rousseau, Hobbes, Gehlen, Freud …o.a.) – Exegese relevanter Bibelstellen, theologische Kommentare – Collage: Babel heute – Entwurf einer Kampagne zur Bewahrung der Schöpfung Form(en) der Kompetenzüberprüfung Ergebnisse der div. Vorhaben, z.B. Strukturbild entwickeln zu einem Text, der das theologische Menschenbild thematisiert (Synodentext o.a.) |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 SK 3 Methodenkompetenz MK 1 MK 2 MK 4 MK 7 Urteilskompetenz UK 2 UK 3 Handlungskompetenz HK 1 HK 2 HK 4 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen – SuS analysieren verschiedene Ansätze außerchristlicher Menschenbilder – SuS erläutern die Charakteristika der Imago-Dei-Lehre – SuS vergleichen außerchristliche Menschenbilder mit dem biblisch-christlichen – SuS erörtern Konsequenzen, die sich aus der Vorstellung von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen ergeben – SuS erörtern die Schöpfungsverantwortung als wesentliches Element christlicher Ethik |
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Thema: „Darf der Mensch, was er kann?“ – Wie wir verantwortlich handeln können
Inhaltliche Schwerpunkte (Inhaltsfelder): Der Mensch aus christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation (Inhaltsfeld 5) |
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Lebensweltliche Relevanz: Angesichts der eigenen Endlichkeit setzten sich die SuS mit dem Aspekt des Leidens am Lebensende unter der besonderen Fokussierung auf die Menschenwürde auseinander und wägen religiöse und weltliche Positionen zur Frage der Sterbehilfe gegeneinander ab und kommen begründet zu einer eigenen Stellungnahme in dieser Sache. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen: Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Gottesebenbildlichkeit – Biblische Grundlage und aktuelle Perspektiven des Zentrums christlicher Ethik – Menschenwürde – Eine nicht verhandelbare Konstante? – Sterbehilfe oder Sterbebegleitung? Was ist theologisch geboten? – Kontrastierung eines theologische motivierten Ja zur Sterbehilfe ( H. Küng) und eines theologische motivierten Nein zur Sterbehilfe (Katechismus). – Das Meer in mir – Sterbehilfe angesichts der Liebe zu einem Menschen Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B.: – Persönliche Identifizierung mit der Problematik Sterbehilfe/Sterbebegleitung anhand eines Tagebucheintrags auf der Grundlage des Bildes „Tod im Krankenzimmer“ ( E. Munch) – Pro- und Contra-Diskussion auf der Grundlage der kontroversen Positionen von H. Küng und dem Katechismus zum Thema Sterbehilfe – Arbeitsteilige Filmanalyse des Filmes „Das Meer in mir“ Form(en) der Kompetenzüberprüfung – Erarbeitung von Pro- und Contra-Positionen und Erprobung der Argumente in einer Fishbowl-Diskussion – Schriftlich verfasste Tagebucheinträge – Filmanalyse zu einer eng umfassten Fragestellung |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 Methodenkompetenz MK 1, MK 2 MK 4 MK 5 Urteilskompetenz UK 1 UK 2 UK 3 Handlungskompetenz HK 1 HK 2 HK 3 HK 4 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen – SuS analysieren verschiedene Positionen zu einem konkreten ethischen Entscheidungsfeld im Hinblick auf die zugrundeliegenden ethischen Begründungsmodelle – SuS erläutern auf der Grundlage des biblisch-christlichen Menschenbildes (u.a. Gottesebenbildlichkeit) Spezifika christlicher Ethik – SuS erläutern Aussagen und Anliegen der katholischen Kirche im Hinblick auf den besonderen Wert und die Würde menschlichen Lebens |
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2.1.3 Mögliche konkretisierte Unterrichtsvorhaben – Qualifikationsphase 1
Thema: Kann man eigentlich (noch) vernünftig glauben? – Der Glaube an den christlichen Gott vor den Herausforderungen des Atheismus und der Theodizee
Inhaltliche Schwerpunkte: Christlichen Antworten auf die Gottesfrage (Inhaltsfeld 2) |
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Lebensweltliche Relevanz: Angesichts der (eigenen) Erfahrung von Leid setzten sich die SuS mit dem Leiden unter dem Aspekt eines möglichen Tun-Ergehens-Zusammenhangs auseinander und hinterfragen theologische und atheistische Ansätze auf dem Hintergrund ihrer Lebenswirklichkeit. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen: Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Gott als bloße Projektion? Ansätze von Religionskritikern (z.B. Feuerbach, Freud, Nietzsche) – Frage nach dem Leid angesichts von Allmacht und Güte Gottes: Theodizee – Das biblische Buch Hiob – Geschenkte Freiheit als Ausdruck der Liebe Gottes und der selbst gesetzten Grenzen seiner Allmacht (Greshake) Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B.:- kriterienorientierte Analyse von theologischen, philosophischen und soziologischen Texten – analysieren biblischer Texte unter Berücksichtigung ausgewählter Schritte der historisch-kritischen Methode – recherchieren und exerpieren von Informationen zu verschiedenen Religionskritikern – evt. fachübergreifendes Projekt mit dem Fach Deutsch („Hiob in der modernen Literatur“) Form(en) der Kompetenzüberprüfung z.B. – Plakat- oder Portfoliogestaltung zu religionskritischen Ansätzen – Produktionsorientierte Auseinandersetzung mit dem Buch Hiob (z.B Verfassen eines Briefes an Hiobs Freunde) |
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Sachkompetenz SK 2 SK 4 SK 6 Methodenkompetenz MK 1 MK 5 MK 8 Urteilskompetenz UK 1 UK 2 UK 4 UK 5 Handlungskompetenz HK 1 HK 2 HK 3 HK 4 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen – SuS Beschreiben die Wahrnehmung und Bedeutung des Fragens nach Gott und des Redens von Gott in ihrer Lebenswirklichkeit. – SuS erläutern eine Position, die die Plausibilität des Gottesglaubens aufzuzeigen versucht. – SuS stellen die Position eines Theoretisch begründeten Atheismus in seinem zeitgeschichtlichen Kontext dar. – SuS ordnen die Theodizeefrage als eine zentrale Herausforderung des christlichen Glaubens ein. – SuS erörtern eine Position der Religionskritik auf ihre Tragweite. – SuS erörtern eine theologische Positon zur Theodizeefrage. |
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Thema: Glauben an den lieben Gott? Oder Gott ein absolutes Geheimnis? – Von der (un-) Möglichkeit einer angemessenen Rede von Gott
Inhaltliche Schwerpunkte ( Inhaltsfelder): Christliche Antworten auf die Gottesfrage (Inhaltsfeld 2) |
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Lebensweltliche Relevanz: : Die SuS schärfen in der Auseinandersetzung mit Gottesbildern der biblischen Tradition, sowie namenhaften Theologen und der Kunst ihr eigenes Gottesbild |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen: Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Was glaube ich? Was glauben wir? – Gottesvorstellungen von SuS -Wie kann ich mir Gott vorstellen? – Über die Möglichkeiten und Grenzen von Gottesvorstellungen in Bibel (Bilderverbot etc.) und Theologie (negative Theologie, analoges Sprechen, Gott als Vater und Mutter); ggf. auch in der Kunst (z.B. erste Darstellungen im frühen Mittelalter / anthropomorphe Darstellungen / der Weg in die Abstraktion) -Wie wendet sich Gott den Menschen zu? – Zusage von Befreiung und bleibender Zuwendung (Berufung des Mose, Bedeutung des Gottesnamens, Exodusgeschehen); Gottes liebende Zuwendung zu den Menschen Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B.: – kriterienorientierte Analyse von theologischen, philosophischen und soziologischen Texten – analysieren biblischer Texte unter Berücksichtigung ausgewählter Schritte der historisch-kritischen Methode – recherchieren und exerpieren von Informationen zu verschiedenen Theologen und ihrem Sprechen von Gott Form(en) der Kompetenzüberprüfung z.B. – Plakat- oder Portfoliogestaltung zu theologischen Ansätzen (z.B. Gottesbeweise) |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 SK 4 SK 5 Methodenkompetenz MK 1 MK 5 Urteilskompetenz UK 1 Handlungskompetenz HK 1 HK 2 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen – SuS beschreiben die Suche von Menschen nach Sinn – SuS erläutern mögliche Bedeutungen christlicher Glaubensaussagen für die persönliche Suche nach Heil – SuS beschreiben die Wahrnehmung und Bedeutung des Redens von Gott und des Fragens nach Gott – SuS erläutern Stufen der Entwicklung und Wandlung von Gottesvorstellungen in den Biographien von Menschen – SuS erläutern gegebene Schwierigkeit einer angemessenen Rede von Gott - SuS entfalten wichtige Aussagen des jüdisch- christlichen Gottesverständnisses – SuS stellen die Rede vom trinitarischen Gott als Spezifikum des christlichen Glaubens dar – SuS erläutern an einem Beispiel das Bekenntnis zum Mensch gewordenen Gott |
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Thema: „Du sollst deine Feinde lieben“!? – Der Anspruch der Botschaft Jesu zwischen Machbarkeit und Utopie – zwischen Zutrauen und utopischer Überforderung
Inhaltliche Schwerpunkte ( Inhaltsfelder): Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi (Inhaltsfeld 3) Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation (Inhaltsfeld 5) |
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Lebensweltliche Relevanz: : Die SuS aktualisieren den Anspruch Jesus, indem Sie diesen auf ethisch brisante Konflikte der Zeitgeschichte anwenden und auf dessen Tragweite und Realisierbarkeit hin hinterfragen und bewerten. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen:, Inhaltliche Akzente des Vorhabens -Die Reich Gottes Botschaft als Programm Jesu (Gleichnisse, Wunder) -Auseinandersetzung mit den Positionen der Bergpredigt -Auseinandersetzung mit ethischer Konflikt und Position (z.B. Gesinnungsethik und Verantwortungsethik) und Vergleich mit den Positionen Jesu -Einübungen: Ethisch urteilen lernen an ausgewählten ethischen Entscheidungssituationen Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B. -Methodisches Vorgehen: Schritte ethischer Urteilsfindung! Arbeit mit Dilemmata Form(en) der Kompetenzüberprüfung z.B. eigenständige schriftliche Bearbeitung einer Dilemmageschichte |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 SK 4 Methodenkompetenz MK 1 MK 3 Urteilskompetenz UK 2 UK 4 UK 5 Handlungskompetenz HK 1 HK 3 HK 4 HK 5 HK 6 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen -SuS setzten sich mit der Reich Gottes Botschaft Jesu auseinander -SuS beurteilen die Bedeutung christlicher Perspektiven auf das Menschsein für die individuelle Lebensgestaltung -SuS beurteilen Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Typen ethischer Argumentation -Die SuS erörtern unterschiedliche Positionen zu einem konkreten ethischen Entscheidungsfeld unter Berücksichtigung christlicher Ethik -SuS erörtern die Relevanz biblisch-christlicher Ethik für das individuelle Leben und die gesellschaftliche Praxis (Verantwortung und Engagement für die Achtung der Menschenwürde, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung). |
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Thema: Kann ich für mich alleine glauben? – Kirche als Volk Gottes
Inhaltliche Schwerpunkte (Inhaltsfelder): Der Mensch aus christlicher Perspektive (Inhaltsfeld 1) Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation (Inhaltsfeld 5) |
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Lebensweltliche Relevanz: Vor dem Hintergrund ihres eigenen Erlebens von Kirche in Welt und Gesellschaft fragen die SuS nach dem ursprünglichen Auftrag von Kirche und nehmen die erlebte Kirche konstruktiv-kritisch in den Blick. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen: Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Kirche in ihrem Selbstverständinis vor den Herausforderungen der Zeit – Reich Gottes als gemeinsamer Weg und Ziel der Kirche – Die Grundvollzüge der Kirche: Martyria, Diakonia, Liturgia, Koinonia – Wo erfüllt Kirche ihre Aufgaben (evt. als Rechercheaufgabe) – Was sind Sakramente und welche Rolle spielen diese im Leben eines Christen? – Die ideale Kirche Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B.: – beschreiben theologischer Sachverhalte unter Verwendung relevanter Fachbegriffe – Projekt / Zukunftswerkstatt: Die ideale Kirche Form(en) der Kompetenzüberprüfung z.B. : – Überprüfung von Fachtermini – Projektpräsentation schriftlich und vor dem Plenum |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 SK 4 Methodenkompetenz MK 1, MK 5 MK 8 Urteilskompetenz UK 2 UK 4 UK 5 Handlungskompetenz HK 3 HK 4 HK 5 HK 6 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen – SuS beschreiben die Wahrnehmung und Bedeutung von Kirche in ihrer Lebenswirklichkeit. – SuS erläutern den Ursprung der Kirche im Wirken Jesu und als Werk des Heiligen Geistes. – SuS erläutern den Auftrag der Kirche, Sachwalterin des Reiches Gottes zu sein. – SuS erläutern an Beispielen die kirchlichen Vollzüge Diakonia, Martyria, Liturgia sowie Koinonia als zeichenhafte Realisierung der Reich-Gottes-Botschaft Jesu Christi – SuS erläutern die mögliche Bedeutung christlicher Glaubensaussagen für die persönliche Suche nach Heil und Vollendung – SuS erläutern die anthropologischen und theologischen Dimensionen eines Sakraments – SuS erörtern, ob und wie sich die kath. Kirche in ihrer konkreten Praxis am Anspruch der Reich-Gottes-Botschaft Jesu orientiert. – SuS erörtern die Bedeutung und Spannung von gemeinsamem und besonderem Priestertum in der katholischen Kirche |
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2.1.4 Mögliche konkretisierte Unterrichtsvorhaben – Qualifikationsphase 2
Thema: Der Glaube an Jesus, den Christus – eine Zu-mutung für mich?
Inhaltliche Schwerpunkte: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi (Inhaltsfeld 3) |
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Lebensweltliche Relevanz: Die SuS treten in eine persönliche Auseinandersetzung mit sich und der Gestalt Jesus Christus und seiner Lehre und hinterfragen diese hinsichtlich ihrer lebensweltlichen Relevanz für sich selbst heute. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen: Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Jesus Christus in der Kunst – Aspekte des Menschlichen und des Göttlichen in der Kunst – Die historische Gestalt Jesus – Historisch gesicherte Daten und außerbiblische Quellen – Synoptischer Vergleich der Prozess-, Todes- und Auferstehungsberichte (2-Quellentheorie) – Der Sinn des Todes Jesu im NT – ausgewählte biblische Schlaglichter – Anselm v. Canterbury (Genugtuungstheorie), W. Kasper/U. Zurkuhlen (Emanzipationstheorie) – Theologie vom Kreuz her – Solidarität mit den Schwachen und Unterdrückten, ein zeitgemäßes Konzept?! (z.B. Romero, Metz, Küng) – Das Reich Gottes, ein schwieriger Begriff – Gleichnisse und Wunder als Verständnishilfe (exeplarische historisch-kritische Exegese und tiefenpsychologische Exegese) – Die Bergpredigt – Eine Zu-mutung?! – Aufbau, Struktur, ethische Akzente sowie deren Überprüfung an der heutigen Lebenswirklichkeit und Entwicklung eines persönlich überzeugenden Umgangs mit dem Anspruch der Bergpredigt durch die Ausein-ansersetung mit historischen und zeitgenössischen Ansätzen (z.B. Luther, Schweitzer, Alt, H. Schmidt, M.L. King) Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B.: – Lektüre einer Ganzschrift – Markusevangelium – Stationenlernen/arbeitsteilige GA zur Bergpredigt Form(en) der Kompetenzüberprüfung – Schriftlche Überprüfung zum Mk-Evangelium – Präsentation zur Bergpredigt |
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Sachkompetenz SK 2 SK 3 Sk 4 Methodenkompetenz MK 1 MK 2 MK 3 MK 4 MK 7 Urteilskompetenz UK 2 Handlungskompetenz HK 1 HK 3 HK 6 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen Die SuS – deuten die Evangelien als Zeugnisse des Glaubens an den Auferstandenen, – stellen den Zusammenhang von Tat und Wort in der Verkündigung Jesu an ausgewählten biblischen Texten dar, – stellen unterschiedliche Deutungen des Todes Jesu dar, – deuten Ostererfahrungen als den Auferstehungsglauben begründende Widerfahrnisse, – erläutern die fundamentale Bedeutung der Auferweckung Jesu Christi für den christlichen Glauben, – erläutern an einem Beispiel das Bekenntnis zum Mensch gewordenen Gott, – erläutern die Sichtweise auf Jesus im Judentum oder im Islam und vergleichen sie mit der christlichen Perspektive. – beurteilen an einem Beispiel aus den Evangelien Möglichkeiten und Grenzen der historisch-kritischen Methode und eines anderen Wegs der Schriftauslegung, – beurteilen den Umgang mit der Frage nach der Verantwortung und der Schuld an der Kreuzigung Jesu, – beurteilen unterschiedliche Deutungen des Todes Jesu im Hinblick auf das zugrundeliegende Gottes- und Menschenbild, – erörtern die Relevanz des christlichen Glaubens an Jesu Auferstehung für Menschen heute. – stellen an historischen oder aktuellen Beispielen Formen und Wege der Nachfolge Jesu dar. – erörtern die Relevanz biblisch-christlicher Ethik für das individuelle Leben und die gesellschaftliche Praxis (Verantwortung und Engagement für die Achtung der Menschenwürde, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung). |
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Thema: Die Botschaft von Erlösung, Heil und Vollendung
Inhaltliche Schwerpunkte ( Inhaltsfelder): Die christliche Hoffnung auf Vollendung (Inhaltsfeld 6) |
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Lebensweltliche Relevanz: : Die SuS setzten sich mit der eigenen, verantwortlichen Lebensführung und deren Relevanz für das Reich Gottes in der Spannung von Schon und Noch-Nicht auseinander und entwickeln in Ansätzen einen eigenen tragfähigen Ansatz der Rechtfertigung vor Gott. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen:, Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Auseinandersetzung mit verschiedenen Wegen des Umgangs mit Tod und Endlichkeit – z.B. Tod in der Kunst; Briefwechsel aus dem Buch „Wir treffen uns wieder in meinem Paradies“; Die Toten Hosen – Wofür man eigentlich lebt; Todesanzeigen; Epikur; Heidegger; Gedichte (z.B. Forum Religion, 26); Widergeburt; Nirwana. – Unsterblichkeit der Seele oder Auferstehung des Fleisches ? – Joseph Ratzinger zur Frage nach dem Aufersthungsleib (oder auch Nocke, Kessler) – Katholischer Erwachsenenkatechismus – Himmel, Hölle, Fegefeuer – Himmel, Hölle, Fegefeuer – Nicht Geographie, sondern Theologie (z.B. Gisbert Greshake; Ladislaus Boros) – evtl. Vgl. mit Luthers Rechtfertigungslehre – J.B. Metz, Der eschatologische Vorbehalt; Gefährliche Erinnerung – Vgl. der persönlichen Vorstellung vom Ende der Welt mit den Bildern der biblischen Apokalyptik (Dan7, Offb 8, Offb 13, Offb 21) und der Kunst – Hinterfragung einer lebenspraktischen Relevanz apokalyptischer Vorstellungen (Hoffnung vs. Angst; Schon vs. Noch-Nicht) Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B.: moderne Apokalypsen Form(en) der Kompetenzüberprüfung z.B.: Überprüfung Grundbegriffe der Eschatotogie |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 SK 3 SK 4 Methodenkompetenz MK 1 MK 3 MK 5 MK 6 MK 7 Urteilskompetenz UK 2 Handlungskompetenz HK 1 HK 3 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen Die SuS – beschreiben Wege des Umgangs mit Tod und Endlichkeit, – erläutern ausgehend von einem personalen Leibverständnis das Spezifische des christlichen Glaubens an die Auferstehung der Toten, – analysieren traditionelle und zeitgenössische theologische Deutungen der Bilder von Gericht und Vollendung im Hinblick auf das zugrunde liegende Gottes- und Menschenbild, – erörtern an eschatologischen Bildern das Problem einer Darstellung des Undarstellbaren. |
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Thema: Viele Wege führen zu Gott?! – Der Wahrheitsanspruch der Kirche im interreligiösen und interkonfessionellen Dialog
Inhaltliche Schwerpunkte ( Inhaltsfelder): Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag (Inhaltsfeld 4) |
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Lebensweltliche Relevanz: : Angesichts der eigenen religiösen und moralischen Entwicklung und Identitätsfindung setzen sich die SuS mit der Frage nach „der Wahrheit“ auseinander. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen:, Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Verhältnis der katholischen Kirche zu anderen Konfessionen und Religionen: – Erarbeiten des Konzilstextes: Nostra aetate – Inklusivismus, Exklusivismus, Pluralismus – Überblick über den christlich-jüdischen Dialog – Aspekte von Interkonfessionalität: Ökumene Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B. – Erstellen einer Mindmap zu nostra aetate – kriteriengeleitete Analyse eiens lehramtlichen Dokumentes unter Berücksichtigung des Entstehungszusammenhangs und der Wirkungsgeschichte Form(en) der Kompetenzüberprüfung z.B.: – Entwurf eines eigenen „Synodenbeschlusses“ – Pro-Contra Debatte: Inklusivismus vs. Pluralismus |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 SK 3 Methodenkompetenz MK 1 MK 2 MK 4 MK 7 Urteilskompetenz UK 2 UK 3 Handlungskompetenz HK 1 HK 2 HK 4 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen – SuS erläutern an einem historischen Beispiel, wie Kirche konkret Gestalt angenommen hat. – SuS erläutern Kirchenbilder des II. Vatikanischen Konzils als Perspektiven für eine Erneuerung der Kirche. – SuS beschreiben an einem Beispiel Möglichkeiten des interkonfessionellen Dialogs. -SuS erläutern Anliegen der katholischen Kirche im interreligiösen Dialog – SuS erörtern im Hinblick auf den interreligiösen Dialog die Relevanz des II. Vatikanischen Konzils. |
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Thema:Inwiefern ich an ein Leben nach dem Tod glaube, entscheidet, wie ich lebe?! – ethische Perspektiven einer christlichen Eschatologie
Inhaltliche Schwerpunkte (Inhaltsfelder): Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation (Inhaltsfeld 5) Christliche Hoffnung auf Vollendung (Inhaltsfeld 6) |
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Lebensweltliche Relevanz: : Angesichts der Endlichkeit des eigenen Lebens in Bezug auf die christliche Eschatologische Enteürfe ein gelingendes Leben führen. |
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Kompetenzerwartungen KLP KR |
Vorhabenbezogene Vereinbarungen:, Inhaltliche Akzente des Vorhabens – Jesus – Modell gelingenden Menschseins? -Die Botschaft von einer Erlösung – kein Bedarf? Oder: Wie kann der Tod eines Menschen für uns heute Erlösung bewirken? (z.B. D. Sölle o.Ä.) -Jesus – verwest, auferweckt, auferstanden? -Was bedeutet die Auferstehung Jesu Christi für die Auferstehung aller Menschen? -„Auferstehung der Toten“ statt „Auferstehung des Fleisches“ -Auferstehung und ewiges Leben Methodische Akzente des Vorhabens / fachübergreifende Bezüge / außerschulische Lernorte z.B. -z.B. Projekt: Jesus im Film -z.B. Umfragen: Erlösungsbedürftigkeit; Auferstehungsglaube -z.B. Recherche in Internetforen Form(en) der Kompetenzüberprüfung -Ggf.: Präsentation der Projekt- und/oder Rechercheergebnisse |
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Sachkompetenz SK 1 SK 2 SK 7 Methodenkompetenz MK 1 MK 5 MK 6 MK 8 Urteilskompetenz UK 2 UK 3 UK 4 UK 5 Handlungskompetenz HK 1 HK 3 HK 4 HK 5 HK 6 |
Konkretisierte Kompetenzerwartungen -SuS beschreiben die Suche nach Sinn und Heil – mit, ohne oder gegen Gott, -SuS erläutern die mögliche Bedeutung christicher Glaubensaussagen für die persönliche Suche nach Heil und Vollendung, -SuS erläutern die fundamentale Bedeutung der Auferweckung Jesu Christi für den christlichen Glauben -SuS beschreiben Wege des Umgangs mit Tod und der Endlichkeit des Menschen -SuS erläutern ausgehend von einem personalen Leibverständnis das Spezifische des christlichen Glaubens an die Auferstehung der Toten -SuS erläutern christliche Jenseitsvorstellungen im Vergleich zu den Jenseitsvorstellungen von anderen Religionen |
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2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit
Die Fachkonferenz Katholische Religionslehre folgt den im Schulprogramm verankerten fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätzen.
2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung
Auf der Grundlage von § 48 SchulG, § 13 APO-GOSt sowie dem Kapitel 3 des Kernlehrplans Katholische Religionslehre hat die Fachkonferenz die Grundsätze der Leistungsbewertung in den Beurteilungsbereichen Sonstige Mitarbeit und Klausuren/Facharbeit in dem fachbezogenen, schulinternen Leistungskonzept festgeschrieben. Eine detaillierte Übersicht und Erklärung der hier genannten Punkte wird im Dokument Absprachen zur einheitlichen Leistungsbewertung in den Fächern ev. Religion (Sek.I/II), kath. Religion (Sek I/II), Erziehungswissenschaft (Sek II), Philosophie (Sek. I/II) am Lessing-Gymnasium Köln gegeben.
2.3.1. Bildung der Zeugnisnote
- 50% schriftliche Leistung, 50% sonstige Mitarbeit
- Eine rein rechnerische Bildung der Zeugnisnote ist unzulässig; es bleibt ein pädagogischer Spielraum (u.a. Berücksichtigung der Gesamtentwicklung der Schülerin bzw. des Schülers im Halb-/Schuljahr).
2.4 Lehr- und Lernmittel
Für den Religionsunterricht in der Oberstufe stehen im Klassensatz in der Schule zur Verfügung:
- Einheitsübersetzung
- Akzente Religion 1-4, Patmos
- Synopsen
Die Schülerinnen und Schüler arbeiten die im Unterricht behandelten Inhalte in häuslicher Arbeit nach. Zu ihrer Unterstützung erhalten sie dazu:
- Arbeitsblätter
- Thesenpapiere
- Entsprechende Hinweise/Linklisten zu geeigneten Internetseiten, Filmen
3 Qualitätssicherung und Evaluation
Das schulinterne Curriculum stellt keine starre Größe dar, sondern ist als „dynamisches Dokument“ zu betrachten. Dementsprechend werden die Inhalte stetig überprüft, um ggf. Modifikationen vornehmen zu können. Die Fachkonferenz (als professionelle Lerngemeinschaft) trägt durch diesen Prozess zur Qualitätsentwicklung und damit zur Qualitätssicherung des Faches Katholische Religionslehre bei.
Der Prüfmodus erfolgt jährlich. Zu Schuljahresbeginn werden die Erfahrungen des vergangenen Schuljahres in der Fachschaft gesammelt, bewertet und eventuell notwendige Konsequenzen und Handlungsschwerpunkte formuliert.
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Schulinterner Lehrplan
des Lessing-Gymnasiums
für die gymnasiale Oberstufe
Evangelische Religionslehre
Inhalt
1 Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit
2 Schulinterner Lehrplan: Sekundarstufe I (siehe da)
3 Schulinterner Lehrplan: Sekundarstufe II
3.1 Unterrichtsvorhaben
3.1.1 Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben
3.1.2 Konkretisierte Unterrichtsvorhaben
4 Grundsätze zur Leistungsbewertung im Fach Evangelische Religionslehre
4.1 Allgemeines
4.2 Leistungsbewertung in der Sekundarstufe I
4.3 Leistungsbewertung in der Sekundarstufe II
5 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit
6 Lehr- und Lernmittel
1 Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit
Das Lessing-Gymnasium liegt im Stadtteil Köln-Porz-Zündorf im Süden Kölns auf der rechten Rheinseite auf der Grenze zum Rhein-Sieg-Kreis, aus dem auch viele Schüler und Schülerinnen die Schule besuchen.
Das Gymnasium hat einen Schwerpunkt im bilingualen Profil Englisch und in dem Angebot eines IB-Lehrgangs. Neben dem Regelunterricht finden in der Mittelstufe Aktionen zur Gewaltprävention statt.
Das Fach Evangelische Religionslehre wird z. Zt. von vier Lehrkräften unterrichtet, von denen zwei die Lehrbefähigung für die S II besitzen.
Das Fach Evangelische Religionslehre wird durchgehend unterrichtet, in der Regel kommen in allen Jahrgangsstufen zwei Kurse zustande. Am Ende der Sekundarstufe I werden alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern über die Belegverpflichtungen im Fach Evangelisch Religionslehre, das in Grund- und eventuell auch Leistungskursen belegt werden kann, informiert. Ebenso erfolgt die Information über Schriftlichkeit und Mündlichkeit im Abitur. Dazu zählt auch der Hinweis, dass das Fach Evangelische Religionslehre als Klausurfach geführt werden kann, auch wenn man es nicht als Abiturfach wählen möchte. Evangelische Religionslehre ist gelegentlich mündliches und schriftliches Abiturfach. Zur bisherigen Tradition gehört das Angebot, sowohl die Schüler und Schülerinnen in der Evangelischen als auch der Katholischen Religionslehre bis zum Abitur unterrichtet zu werden. Selten kommt es vor, dass bei zu kleinen Kursen die Konsequenzen der Zusammenlegung von Kursen beider Konfessionen gem. Anlage 2 APO-GOSt erläutert werden.
Um die Unterrichtssituation bezogen auf die Inhalte möglichst authentisch zu gestalten, nimmt der Evangelische Religionsunterricht den konkreten Lebensweltbezug der Schüler und Schülerinnen in den Blick:
Die für das Fach Evangelische Religionslehre relevanten Aspekte der Lebenswelt der Schüler und Schülerinnen, auf die methodisch und inhaltlich angemessen eingegangen wird, lassen sich wie folgt beschreiben:
- Die meisten Schüler und Schülerinnen leben in geordneten Familienverhältnissen und in einer sozial und materiell abgesicherten Lebenssituation; aber auch in Porz lassen sich Veränderungen in der Gesellschaft erkennen.
- Die meisten Schüler und Schülerinnen sind getauft und konfirmiert.
- Muslimische Schüler und Schülerinnen stellen einen größer werdenden Anteil der Schülerschaft, für die aber seit einigen Jahren ein eigenes Angebot (Praktische Philosophie) besteht.
- Mehr als die Hälfte der Schüler und Schülerinnen der Schule sind katholisch.
- Für viele Schüler und Schülerinnen ist die deutsche Sprache zwar nicht ihre Muttersprache, sie sprechen aber Deutsch wie Einheimische, wenn sie nicht sogar mit Deutsch als erste Fremdsprache in einer ansonsten fremdsprachigen Umgebung groß geworden sind.
Die Angleichung der Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler im Fach Evangelische Religionslehre erfolgt durch gezielte Maßnahmen in der Einführungsphase, u.a. in der Methodenwoche und dem Projekttag.
Seit einigen Jahren wird der Unterricht mit zwei Langtagen geführt (Montag und Donnerstag), wobei oft eine Doppelstunde der Grundkurse an einem der Nachmittage liegt.
Insgesamt umfasst die Fachkonferenz Evangelische Religionslehre vier Kolleginnen und Kollegen, von denen alle vier die Fakultas für Evangelische Religionslehre besitzen.
Die Schule verfügt über eine breite Medienausstattung in den lehrerbezogenen Unterrichtsräumen, z.T. verfügen die Räume über fest installierte Beamer und Computer mit Internetanschluss, Fernseher und DVD-Player sind Standard; darüber hinaus gibt es ein sog. „Selbstlernzentrum“, in dem 20 Rechnereinheiten für Schüler und Schülerinnen zur Verfügung stehen. Daneben verfügt die Schule zusammen mit der angefügten Haupt- und Realschule über eine Bibliothek für Schüler und Schülerinnen, die von 1,5 Vollzeitfachkräften betreut wird. Für das Gymnasium gibt es ein Büchermagazin, in dem alle notwendigen Fachbücher für die Hand der Schüler und Schülerinnen gelagert sind.
Außerschulische Kooperationspartner sind neben ortsansässigen Betrieben und Institutionen die Evangelische und die Katholische Kirchengemeinde sowie eine muslimische Moscheegemeinde. Die Pfarrerinnen und Pfarrer der beiden christlichen Gemeinden gestalten regelmäßig mit den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Schüler und Schülerinnen Gottesdienste am Jahresanfang und zum Abitur. Zum Bildungsangebot der Schule gehören auch Praktika in der Jahrgangsstufe 9 sowie obligatorische Berufsberatungsangebote für die Oberstufe.
Das Fach Evangelische Religionslehre orientiert sich am Vertretungs- und Hausaufgabenkonzept der Schule: Wenn die personellen Ressourcen eine Vertretung nicht ermöglichen, können die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht im Selbstlernzentrum die gestellten Aufgaben eigenverantwortlich bearbeiten. In der Bibliothek steht weiter führendes Material zur Verfügung.
Methodisch kann im Fach Evangelische Religionslehre auf die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zurückgegriffen werden, die gestützt durch den Methodenlehrplan in der S I aufgebaut wurden und die das eigenverantwortliche Arbeiten weiterentwickeln helfen. Zu Beginn der EF greift ein Projekttag die Methodenschulung oberstufenspezifisch auf und trägt zur Integration der Realschüler bei.
Das Fach Evangelische Religionslehre setzt das Leistungskonzept der Schule um.
3 Schulinterner Lehrplan: Sekundarstufe II
3.1 Unterrichtsvorhaben
Die Darstellung der Unterrichtsvorhaben im schulinternen Lehrplan erhebt den Anspruch, sämtliche im Kernlehrplan angeführten Kompetenzen abzudecken. Dies entspricht der Verpflichtung jeder Lehrkraft, alle Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans bei den Lernenden auszubilden und zu entwickeln. Dabei ist die sequenzielle Ausrichtung des Grundkurses so mit dem KLP des Faches Katholische Religionslehre abgestimmt, dass ggf. auch ein Kurs nach Anlage 2 APO-GOSt in der Q2 möglich ist, um Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu sichern, Evangelische Religionslehre auch als 3. oder 4. Abiturfach zu belegen.
Im „Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben“ (Kapitel 3.1.1) sowie im Zusammenhang mit den „Konkretisierten Unterrichtsvorhaben“ (Kapitel 3.1.2) wird die für alle Lehrerinnen und Lehrer gemäß Fachkonferenzbeschluss verbindliche Verteilung der KE auf beiden Konkretionsebenen (übergeordnet und inhaltsfeldbezogen) dargestellt. Das Übersichtsraster dient dazu, den Kolleginnen und Kollegen einen schnellen Überblick über die Zuordnung der KE zu den einzelnen Jahrgangsstufen sowie den im Kernlehrplan genannten Inhaltsfeldern und inhaltlichen Schwerpunkten zu verschaffen. Das nachfolgende Kapitel zu den „Konkretisierten Unterrichtsvorhaben“ führt dann die Ausrichtung auf die je spezifischen KE aus und stellt heraus, welche KE in welchem Quartal bzw. Halbjahr besonders angesteuert werden sollen. Der ausgewiesene Zeitbedarf versteht sich dabei als grobe Orientierungsgröße, die nach Bedarf über- oder unterschritten werden kann. Um Spielraum für Vertiefungen, besondere Schülerinteressen, aktuelle Themen bzw. die Erfordernisse anderer besonderer Ereignisse (z.B. Praktika, Kursfahrten o.ä.) zu erhalten, wurden im Rahmen dieses Hauscurriculums nur ca. 75 Prozent der Bruttounterrichtszeit verplant.
3.1.1 Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben
Einführungsphase 1. Halbjahr Halbjahresthema: Auf der Suche nach Identität und tragfähigen Zukunftsperspektiven |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema: Wer bin ich? Antworten der biblisch-theologischen Anthropologie als Modelle für persönliche Entscheidungsfindung Inhaltsfelder: IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation Inhaltliche Schwerpunkte: IS 1: Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes IS 5: Schöpfungsverantwortung und der Umgang mit Leben |
Unterrichtsvorhaben II Thema: Was soll ich tun? Wie handele ich richtig gemäß der göttlichen Schöpfungsmitverantwortung (dominium terrae)? Der Mensch zwischen Freiheit und Verantwortung vor dem Hintergrund umweltethischer Herausforderungen
Inhaltsfelder: IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive Inhaltliche Schwerpunkte: IS 5: Schöpfungsverantwortung und der Umgang mit Leben IS 1: Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes |
Einführungsphase 2. Halbjahr Halbjahresthema: Auf der Suche nach Zugehörigkeit und Hoffnung im Leben |
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Unterrichtsvorhaben III: Thema: Wohin gehöre ich? Das ev. Verständnis der Kirche und ihre Angebote auf dem Prüfstand Inhaltsfelder: IF 4: Die Kirche und ihre Aufgaben in der Welt IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive Inhaltliche Schwerpunkte: IF 4: Kirche als Leib Christi und Gemeinschaft der Glaubenden IF 1: Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes
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Unterrichtsvorhaben IV: Thema:„Nach mir die Sintflut?“ – Der Mensch zwischen Zukunftsangst und Zukunftsvisionen? Inhaltsfelder: IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation Inhaltliche Schwerpunkte: IS 6: Christliche Lebensentwürfe und Zukunftsvorstellungen IS 5: Schöpfungsverantwortung und der Umgang mit Leben
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Summe Einführungsphase: ca. 75 Stunden |
Qualifikationsphase 1; 1. Halbjahr Halbjahresthema: Als Mensch Orientierung suchen – welche Antworten bietet der Glaube? |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema: Gott, Götter, Götzen: Wie Christen im Glauben Orientierung finden und sich dem Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen stellen Inhaltsfelder: IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage IF 3: Das Evangelium von Jesus Christus Inhaltliche Schwerpunkte:
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Unterrichtsvorhaben II: Thema: Hat Gott die Welt sich selbst überlassen? Herausforderungen des christlichen Glaubens an Gott zwischen Atheismus und Theodizee
Inhaltsfelder: IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage IF 3: Das Evangelium von Jesus Christus Inhaltliche Schwerpunkte:
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Qualifikationsphase 1; 2. Halbjahr Halbjahresthema: Als Mensch Orientierung suchen – welche Antworten bietet die evangelische Kirche? |
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Unterrichtsvorhaben III: Thema: Welchen Beitrag zur Orientierung kann Kirche heute leisten? Antwortversuche der Kirche in einer pluralistischen, säkularen Gesellschaft unter Einbeziehung reformatorischer Bekenntnisschriften Inhaltsfelder: IF 4 Die Kirche und ihre Aufgabe in der Welt IF 3 Das Evangelium von Jesus Christus Inhaltliche Schwerpunkte:
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Unterrichtsvorhaben IV: Thema: Was bestimmt mein gesellschaftliches Handeln? Impulse aus der Reich-Gottes-Botschaft und der Bergpredigt Jesu für den Einzelnen und gesellschaftliche Institutionen Inhaltsfelder: IF 4 Die Kirche und ihre Aufgabe in der Welt IF 3 Das Evangelium von Jesus Christus Inhaltliche Schwerpunkte:
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Summe Qualifikationsphase (Q1): ca. 55 Stunden |
Qualifikationsphase 2; 1. Halbjahr Halbjahresthema: Als Mensch Gegenwart gestalten – wie kann ich Verantwortung übernehmen? |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema: „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ – Ich will frei sein – die anderen auch? Wie der Glaube an Jesus Christus das Verhältnis des Menschen zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen und seiner Mitwelt prägt und zur Gestaltung der Gegenwart auffordert Inhaltsfelder: IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage Inhaltliche Schwerpunkte: w Gerechtigkeit und Frieden w Der Mensch zwischen Freiheit und Verantwortung |
Unterrichtsvorhaben II: Thema: Gerechtigkeit und Frieden in der Welt? Christen verweisen auf biblische sowie heutige Beispiele für ein Einstehen für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit
Inhaltsfelder: IF 3: Das Evangelium von Jesus Christus IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung Inhaltliche Schwerpunkte:
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Qualifikationsphase 2; 2. Halbjahr Halbjahresthema: Als Mensch Gegenwart gestalten – welche Hoffnungen setze ich in die Zukunft? |
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Unterrichtsvorhaben III: Thema: Jesu Leben, Tod und Auferweckung begründen ein neues Bild vom Menschen als Herausforderung für die Gegenwart Inhaltsfelder: IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive IF 3: Das Evangelium von Jesus Christus IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung Inhaltliche Schwerpunkte:
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Unterrichtsvorhaben IV: Thema: Eschatologische Spannung: Hoffnungsbilder des Glaubens angesichts des Bewusstseins eigener Sterblichkeit und moderner Untergangsszenarien Inhaltsfelder: IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive IF 3: Das Evangelium von Jesus Christus IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung Inhaltliche Schwerpunkte:
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Summe Qualifikationsphase (Q2): ca. 55 Stunden |
3.1.2 Konkretisierte Unterrichtsvorhaben
Einführungsphase 1.Hj. – Halbjahresthema: „Auf der Suche nach Identität und tragfähigen Zukunftsperspektiven“ |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema: Wer bin ich? Antworten der biblisch-theologischen Anthropologie als Modelle für persönliche Entscheidungsfindung Kompetenzen: Wahrnehmungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Deutungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Inhaltsfelder: IF 1 Der Mensch in christlicher Perspektive IF 5 Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation Inhaltliche Schwerpunkte: w Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild w Schöpfungsverantwortung und der Umgang mit Leben |
Unterrichtsvorhaben II: Thema: Was soll ich tun? Wie handele ich richtig gemäß der göttlichen Schöpfungsmitverant-wortung (dominium terrae)? Der Mensch zwischen Freiheit und Verantwortung vor dem Hintergrund umweltethischer Herausforderungen Kompetenzen: Wahrnehmungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Deutungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Inhaltsfelder: IF 5 Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation IF 1 Der Mensch in christlicher Perspektive Inhaltliche Schwerpunkte: w Schöpfungsverantwortung und der Umgang mit Leben w Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild |
Übergeordnete Kompetenzen, die im 1. Hj. schwerpunktmäßig angesteuert werden sollen:
Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz
Deutungskompetenz
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz Dialogkompetenz
Gestaltungskompetenz
Methodenkompetenz
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Einführungsphase 2.Hj. – Halbjahresthema: „Auf der Suche nach Zugehörigkeit und Hoffnung im Leben“ |
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Unterrichtsvorhaben III: Thema: Wohin gehöre ich? Das ev. Verständnis der Kirche und ihre Angebote auf dem Prüfstand Kompetenzen: Wahrnehmungskompetenz: Die Schülerinnen und Schüler
Deutungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Inhaltsfelder: IF 4 Die Kirche und ihre Aufgabe in der Welt IF 1 Der Mensch in christlicher Perspektive Inhaltliche Schwerpunkte: w Kirche als Leib Christi und Gemeinschaft der Glaubenden w Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild |
Unterrichtsvorhaben IV: Thema:„Nach mir die Sintflut?“ – Der Mensch zwischen Zukunftsangst und Zukunftsvisionen Kompetenzen: Wahrnehmungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Deutungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Urteilskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Inhaltsfelder: IF 6 Die christliche Hoffnung auf Vollendung IF 5 Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation Inhaltliche Schwerpunkte:
w Schöpfungsverantwortung und der Umgang mit Leben |
Übergeordnete Kompetenzen, die im 2. Hj. schwerpunktmäßig angesteuert werden sollen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler
Deutungskompetenz:
Urteilskompetenz
Handlungskompetenz Dialogkompetenz:
Gestaltungskompetenz:
Methodenkompetenz
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Qualifikationsphase (Q1) Grundkurs 1.Hj. – Halbjahresthema: Als Mensch Orientierung suchen – welche Antworten bietet der Glaube? |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema: Gott, Götter, Götzen: Wie Christen im Glauben Orientierung finden und sich dem Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen stellen Kompetenzen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w beschreiben u.a. an biblischen Texten Gottes- und Menschenbilder in ihren dunklen und hellen Seiten, w beschreiben in Grundzügen die christliche Akzentuierung des Gottesverständnisses durch die Person, die Botschaft und das Leben Jesu Christi, w benennen Kennzeichen der biblischen Rede von Gott. Deutungskompetenz w deuten unterschiedlichen biblischen Gottes- und Menschenbilder vor dem Hintergrund ihrer historischen Entstehung und der ihnen zugrunde liegenden menschlichen Erfahrungen, w skizzieren die Wirkungsgeschichte ausgewählter biblischer Gottes- und Menschenbilder, w stellen das christliche Verständnis des Auftretens Jesu als Anbruch des Reiches Gottes dar, w erläutern die unterschiedlichen Menschenbilder bzw. Wirklichkeitsverständnisse, die differierenden Antworten auf die Gottesfrage zugrunde liegen, w erläutern vor dem eigenen biographischen Hintergrund die Genese ihrer Vorstellungen von Gott und dem Menschen, w vergleichen kriterienorientiert verschiedene Jesus-Deutungen, w erläutern Lebensorientierungen und Hoffnungsperspektiven, die sich aus der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu und aus dem Glauben an Jesu Auferweckung für Christinnen und Christen ergeben, w deuten die biblische Rede von Passion, Kreuz und Auferweckung Jesu als spezifisch christliche Akzentuierung des Gottesverständnisses.
Urteilskompetenz w beurteilen die verschiedenen Gottes- und Menschenbilder hinsichtlich der lebenspraktischen Konsequenzen in ihrer Lebenswelt. |
Unterrichtsvorhaben II: Thema: Hat Gott die Welt sich selbst überlassen? Herausforderungen des christlichen Glaubens an Gott zwischen Atheismus und Theodizee Kompetenzen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w skizzieren die jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontexte, in denen sich die Gottesfrage stellt, w beschreiben Anlässe für die Theodizee-Frage, w unterscheiden Denkmuster, in denen die Rede von Gott und seinem Handeln verteidigt oder verworfen wird, w unterscheiden das biblische Reden von Gott von anderen Weisen von Gott zu sprechen, w identifizieren die Frage nach einem verlässlichen Grund des eigenen Lebens und allen Seins als den Hintergrund der Frage nach der Existenz Gottes. Deutungskompetenz w deuten religionskritische Entwürfe der Bestreitung Gottes im Kontext ihrer Entstehung, w vergleichen unterschiedliche Ansätze, angesichts der Erfahrung von Leid und Tod angemessen von Gott zu sprechen.
Urteilskompetenz w erörtern die Theodizee-Frage vor dem Hintergrund des Leidens in der Schöpfung, w beurteilen religionskritische Entwürfe hinsichtlich ihrer Überzeugungskraft. |
Übergeordnete Kompetenzen, die im 1. Hj. schwerpunktmäßig angesteuert werden sollen:
Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w identifizieren Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens im Horizont des christlichen Glaubens stellen, w unterscheiden sich ergänzende von sich ausschließenden Deutungsangeboten,
Deutungskompetenz w deuten Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens stellen, w erläutern Aspekte anderer Religionen sowie Ansätze anderer Weltanschauungen und Wissenschaften in Bezug zum eigenen Leben und zur gesellschaftlichen Wirklichkeit, w beschreiben – angesichts der Komplexität von Lebenssituationen – die Schwierigkeit, auf Fragen eindeutige Antworten zu geben. Urteilskompetenz w erörtern Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Konfessionen und Religionen, w erörtern kritische Anfragen an christliche Glaubensinhalte und kirchliche Wirklichkeit, w erörtern religiöse und ethische Fragen im Kontext der Pluralität der Gesellschaft sowie der Vielfalt der Lebensformen. Handlungskompetenz Dialogkompetenz w nehmen die Perspektive einer anderen Position bzw. religiösen Überzeugung ein und berücksichtigen diese im Dialog mit anderen, w begegnen anderen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen aus der Perspektive des christlichen Glaubens diskursiv sowie mit einer Haltung des Respekts und der Achtung, w vergleichen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen und nutzen ihre Erkenntnisse im möglichen Dialog, w formulieren ihre eigene Überzeugung zur Frage nach Gott und dem Menschen und vertreten diese im Dialog, Methodenkompetenz w beschreiben Sachverhalte in unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen angemessen unter Verwendung eines Repertoires theologischer Begriffe, w erschließen biblische Texte durch unterschiedliche methodische, insbesondere historisch-kritische, Zugänge, w identifizieren methoden- und kriterienorientiert religiöse Sprache und erläutern ihre Bedeutung. |
Qualifikationsphase (Q1) Grundkurs 2.Hj. – Halbjahresthema: Als Mensch Orientierung suchen – welche Antworten bietet die evangelische Kirche? |
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Unterrichtsvorhaben III: Thema: Welchen Beitrag zur Orientierung kann Kirche heute leisten? Antwortversuche der Kirche in einer pluralistischen, säkularen Gesellschaft unter Einbeziehung reformatorischer Bekenntnisschriften Kompetenzen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w benennen die aus dem Selbstverständnis der Kirche erwachsenden Handlungsfelder, w differenzieren zwischen theologischem Selbstverständnis der Kirche und ihren gesellschaftlichen Aktivitäten, w beschreiben den Aufbau und die Gliederung der Evangelischen Kirche in Deutschland heute. Deutungskompetenz w analysieren und vergleichen unterschiedliche Ansätze der Verhältnisbestimmung von Christinnen bzw. Christen und Kirche zum Staat und der gesellschaftlichen Ordnung in Geschichte und Gegenwart, w erläutern an Beispielen unterschiedliche Formen des gesellschaftlichen Engagements der Kirche in ihrem jeweiligen historischen Kontext, w analysieren sich wandelnde Bestimmungen des Auftrags der Kirche und deuten sie im Kontext des Anspruchs, eine „sich immer verändernde Kirche“ zu sein, w analysieren Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen kirchlichen Handelns angesichts der Herausforderungen im 21. Jahrhundert, w erläutern die Verkündigung Jesu vom Reich Gottes als die für die Kirche grundlegende Orientierung für ihre Lebens- und Zukunftsgestaltung. Urteilskompetenz w beurteilen Handlungsweisen der Kirche und der Christinnen und Christen vor dem Hintergrund des Anspruchs, gesellschaftlichen Herausforderungen in Geschichte und Gegenwart gerecht zu werden, w beurteilen das Verhältnis der Kirche zum Staat an ausgewählten Beispielen der Kirchengeschichte, w bewerten kirchliches Handeln in Geschichte und Gegenwart vor dem Hintergrund des Auftrags und des Selbstverständnisses der Kirche, w bewerten Möglichkeiten und Grenzen kirchlichen Handelns angesichts aktueller und zukünftiger Herausforderungen. |
Unterrichtsvorhaben IV: Thema: Was bestimmt mein gesellschaftliches Handeln? Impulse aus der Reich-Gottes-Botschaft und der Bergpredigt Jesu für den Einzelnen und gesellschaftliche Institutionen Kompetenzen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w stellen Jesu Botschaft vom Reich Gottes anhand der Gleichnisse und der Bergpredigt dar, w beschreiben in Grundzügen die christliche Akzentuierung des Gottesverständnisses durch die Person, die Botschaft und das Leben Jesu Christi.
Deutungskompetenz w stellen das christliche Verständnis des Auftretens Jesu als Anbruch des Reiches Gottes dar, w erläutern Lebensorientierungen und Hoffnungsperspektiven, die sich aus der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu und aus dem Glauben an Jesu Auferweckung für Christinnen und Christen ergeben, w erläutern die Verkündigung Jesu vom Reich Gottes als die für die Kirche grundlegende Orientierung für ihre Lebens- und Zukunftsgestaltung.
Urteilskompetenz w beurteilen Handlungsweisen der Kirche und der Christinnen und Christen vor dem Hintergrund des Anspruchs, gesellschaftlichen Herausforderungen in Geschichte und Gegenwart gerecht zu werden, w erörtern individuelle und soziale lebenspraktische Folgen der Reich-Gottes-Botschaft in Geschichte und Gegenwart auseinander.
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Übergeordnete Kompetenzen, die im 2. Hj. schwerpunktmäßig angesteuert werden sollen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz ¨ identifizieren Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens im Horizont des christlichen Glaubens stellen, ¨ beschreiben, welche Relevanz Glaubensaussagen für die Gestaltung des eigenen Leben und der gesellschaftlichen Wirklichkeit gewinnen können, ¨ beschreiben ethische Herausforderungen in der individuellen Lebensgeschichte sowie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern als religiös bedeutsame Entscheidungssituationen. Deutungskompetenz ¨ deuten Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens stellen, ¨ erläutern den Anspruch und die lebenspraktischen Konsequenzen religiöser Wirklichkeitsdeutungen. Urteilskompetenz ¨ erörtern kritische Anfragen an christliche Glaubensinhalte und kirchliche Wirklichkeit, ¨ erörtern religiöse und ethische Fragen im Kontext der Pluralität der Gesellschaft sowie der Vielfalt der Lebensformen, ¨ bewerten unterschiedliche Ansätze und Formen theologischer und ethischer Argumentation. Handlungskompetenz Dialogkompetenz ¨ nehmen die Perspektive einer anderen Position bzw. religiösen Überzeugung ein und berücksichtigen diese im Dialog mit anderen, ¨ formulieren zu komplexen ethischen und anthropologischen Fragestellungen eigene Positionen und grenzen sich begründet von anderen ab, ¨ vergleichen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen und nutzen ihre Erkenntnisse im möglichen Dialog. Gestaltungskompetenz ¨ verwenden reflektiert traditionelle religiöse Ausdruckformen in Aneignung oder Umgestaltung zum Ausdruck eigener Glaubensüberzeugungen oder verzichten begründet darauf, ¨ gestalten Formen eines konstruktiven Austausches über anthropologische und ethische Fragen sowie religiöse Überzeugungen, ¨ entwickeln beispielhaft eigene Handlungsdispositionen im Umgang mit sich selbst, anderen und unserer Mitwelt in Auseinandersetzung mit christlichen Maßstäben.
Methodenkompetenz ¨ beschreiben Sachverhalte in unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen angemessen unter Verwendung eines Repertoires theologischer Begriffe, ¨ erschließen biblische Texte durch unterschiedliche methodische, insbesondere historisch-kritische, Zugänge, ¨ analysieren sachgerecht verschiedene Stellungnahmen hinsichtlich ihres Stellenwertes, ihrer Bedeutung und ihrer Wirkungen, unter Beachtung der spezifischen Textsorte. |
Qualifikationsphase (Q2) Grundkurs 1.Hj. – Halbjahresthema: Als Mensch Orientierung suchen – welche Antworten bietet der Glaube? |
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Unterrichtsvorhaben I: Thema: „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ – Ich will frei sein – die anderen auch? Wie der Glaube an Jesus Christus das Verhältnis des Menschen zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen und seiner Mitwelt prägt und zur Gestaltung der Gegenwart auffordert Kompetenzen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w unterscheiden verschiedene Menschenbilder hinsichtlich ihrer Bestimmung der Freiheit und des verantwortlichen Umgangs mit Mitmenschen und der Schöpfung auch aus geschlechterdifferenziernder Perspektive, w identifizieren Handlungssituationen, in denen die wechselseitige Abhängigkeit von Freiheit und verantwortlichem Umgang mit Mitmenschen und der Schöpfung erfahrbar wird, w beschreiben die Spannung von Freiheit und Verantwortung an ausgewählten biblischen Stellen. w beschreiben u.a. an biblischen Texten Gottes- und Menschenbilder in ihren dunklen und hellen Seiten. Deutungskompetenz w deuten unterschiedliche Menschenbilder vor dem Hintergrund ihrer historischen Entstehung auch aus geschlechterdifferenziernder Perspektive, w erläutern das Verhältnis von Freiheit und Verantwortung im Blick auf die Verfehlung der Bestimmung des Menschen aus christlicher Sicht, w erläutern die Gefahr der Verfehlung der Bestimmung des Menschen an konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen des Umgangs mit dem Mitmenschen und der Schöpfung, w erläutern das christliche Verständnis von Freiheit als „Geschenk Gottes“, w deuten unterschiedlichen biblischen Gottes- und Menschenbilder vor dem Hintergrund ihrer historischen Entstehung und der ihnen zugrunde liegenden menschlichen Erfahrungen, w skizzieren die Wirkungsgeschichte ausgewählter biblischer Gottes- und Menschenbilder. Urteilskompetenz w beurteilen die Konsequenzen aus der unterschiedlichen Bestimmung der menschlichen Freiheit auch aus geschlechterdifferenzierender Perspektive, w erörtern Handlungssituationen, in denen sich die Verantwortlichkeit des Menschen bewähren muss, w erörtern verschiedene Möglichkeiten des gesellschaftspolitischen Engagements einer Christin bzw. eines Christen, w beurteilen die verschiedenen Gottes- und Menschenbilder hinsichtlich der lebenspraktischen Konsequenzen in ihrer Lebenswelt. |
Unterrichtsvorhaben II: Thema: Gerechtigkeit und Frieden in der Welt? Christen verweisen auf biblische sowie heutige Beispiele für ein Einstehen für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit Kompetenzen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w ordnen ethische Herausforderungen Modellen der Ethik zu, w vergleichen verschiedene ethische Begründungsansätze in Religionen und Weltanschauungen und stellen die Charakteristika einer christlichen Ethik heraus, w beschreiben anhand unterschiedlicher Positionen das Verständnis von Gerechtigkeit und Frieden und deren Kombinierbarkeit, w benennen Situationen, in denen die Frage von Gerechtigkeit und Frieden gegenwärtig relevant wird, w identifizieren christliche Beiträge von Personen und Institutionen in der gesellschaftlichen Diskussion zu Gerechtigkeit und Frieden.
Deutungskompetenz w benennen zu den Stichworten Gerechtigkeit und Frieden individuelle und soziale Herausforderungen für ein christliches Gewissen, w erläutern Handlungsoptionen aus unterschiedlichen ethischen Modellen für ausgewählte ethische Handlungssituationen, w stellen Begründungszusammenhänge dar, die einem Handeln im Interesse der Gerechtigkeit und des Friedens einer christlichen Ethik zugrunde liegen. w erläutern Lebensorientierungen und Hoffnungsperspektiven, die sich aus der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu und aus dem Glauben an Jesu Auferweckung für Christinnen und Christen ergeben, w deuten die Verkündigung Jesu vom Reich Gottes als die für Christinnen bzw. Christen und die Kirche grundlegende Orientierung für ihre Lebens- und Zukunftsgestaltung. Urteilskompetenz w beurteilen Dilemma-Situationen im Kontext von Gerechtigkeit und Frieden und setzen sie in Beziehung zu christlichen Urteilen, w setzen sich mit den individuellen und sozialen lebenspraktischen Folgen der Reich-Gottes-Botschaft in Geschichte und Gegenwart auseinander, w erörtern verschiedene Möglichkeiten des gesellschaftspolitischen Engagements einer Christin bzw. eines Christen, w beurteilen theologische und anthropologische Aussagen in ihrer Bedeutung für eine christliche Ethik unter dem Aspekt der Reichweite bzw. des Erfolgs eines Einsatzes für Gerechtigkeit und Frieden. |
Übergeordnete Kompetenzen, die im 1. Hj. schwerpunktmäßig angesteuert werden sollen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w identifizieren Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens im Horizont des christlichen Glaubens stellen, w beschreiben, welche Relevanz Glaubensaussagen für die Gestaltung des eigenen Leben und der gesellschaftlichen Wirklichkeit gewinnen können, w beschreiben ethische Herausforderungen in der individuellen Lebensgeschichte sowie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern als religiös bedeutsame Entscheidungssituationen. Deutungskompetenz w deuten Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens stellen, w erläutern den Anspruch und die lebenspraktischen Konsequenzen religiöser Wirklichkeitsdeutungen, w beschreiben – angesichts der Komplexität von Lebenssituationen – die Schwierigkeit, auf Fragen eindeutige Antworten zu geben. Urteilskompetenz ¨ erörtern kritische Anfragen an christliche Glaubensinhalte und kirchliche Wirklichkeit, ¨ erörtern religiöse und ethische Fragen im Kontext der Pluralität der Gesellschaft sowie der Vielfalt der Lebensformen, w bewerten unterschiedliche Ansätze und Formen theologischer und ethischer Argumentation. Handlungskompetenz Dialogkompetenz w formulieren zu komplexen ethischen und anthropologischen Fragestellungen eigene Positionen und grenzen sich begründet von anderen ab, w formulieren ihre eigene Überzeugung zur Frage nach Gott und dem Menschen und vertreten diese im Dialog, w begegnen anderen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen aus der Perspektive des christlichen Glaubens diskursiv sowie mit einer Haltung des Respekts und der Achtung, w vergleichen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen und nutzen ihre Erkenntnisse im möglichen Dialog.
Gestaltungskompetenz
Methodenkompetenz w beschreiben Sachverhalte in unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen angemessen unter Verwendung eines Repertoires theologischer Begriffe, analysieren sachgerecht verschiedene Stellungnahmen hinsichtlich ihres Stellenwertes, ihrer Bedeutung und ihrer Wirkungen, unter Beachtung der spezifischen Textsorte. |
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Qualifikationsphase (Q2) Grundkurs 2.Hj. – Halbjahresthema: Als Mensch Gegenwart gestalten – welche Hoffnungen setze ich in die Zukunft? |
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Unterrichtsvorhaben III: Thema: Jesu Leben, Tod und Auferweckung begründen ein neues Bild vom Menschen als Herausforderung für die Gegenwart Kompetenzen Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w stellen zentrale Aspekte der biblischen Überlieferung von Passion, Kreuz und Auferweckung Jesu dar, w beschreiben in Grundzügen die christliche Akzentuierung des Gottesverständnisses durch die Person, die Botschaft und das Leben Jesu Christi, w beschreiben unterschiedliche Darstellungen von Passion, Kreuz und Auferweckung Jesu. Deutungskompetenz w deuten die biblische Rede von Passion, Kreuz und Auferweckung Jesu als spezifisch christliche Akzentuierung des Gottesverständnisses, w analysieren angeleitet unterschiedliche Darstellungen von Passion, Kreuz und Auferweckung, w vergleichen kriterienorientiert verschiedene JeSchülerinnen und Schüler-Deutungen, w erläutern die Verkündigung Jesu vom Reich Gottes als die für die Kirche grundlegende Orientierung für ihre Lebens- und Zukunftsgestaltung. Urteilskompetenz w erörtern Fragen nach Verantwortung und Schuld im Kontext der christlichen Rede von der Kreuzigung Jesu, w erörtern die Überzeugungskraft von unterschiedlichen JeSchülerinnen und Schüler-Deutungen in Geschichte und Gegenwart. |
Unterrichtsvorhaben IV: Thema: Eschatologische Spannung: Hoffnungs-bilder des Glaubens angesichts eigener Sterblich-keit und moderner Untergangsszenarien
Kompetenzen Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w ordnen Aspekte eines christlichen Geschichtsverständnisses mit Blick auf Zukunftsangst und Zukunftshoffnung in Grundzüge apokalyptischen Denkens ein, w skizzieren wesentliche historische Rahmen- und Entstehungsbedingungen apokalyptischer Vorstellungen, w beschreiben auf der Basis des zugrunde liegenden Gottes- bzw. Menschenbildes christliche Bilder von Gericht und Vollendung. Deutungskompetenz w stellen das christliche Verständnis des Auftretens Jesu als Anbruch des Reiches Gottes dar, w erläutern Lebensorientierungen und Hoffnungsperspektiven, die sich aus der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu und aus dem Glauben an Jesu Auferweckung für Christinnen und Christen ergeben, w beschreiben die Eigenart christlicher Zukunftshoffnung mit der Vorstellung vom „eschatologischen Vorbehalt“, w formulieren die Verbindung von Schrecken und Hoffnung, wie sie sich im apokalyptischen Denken zeigt, w erläutern, inwieweit die Annahme eines eschatologischen Vorbehaltes utopische Entwürfe relativiert, w deuten die Verkündigung Jesu vom Reich Gottes als die für Christinnen bzw. Christen und die Kirche grundlegende Orientierung für ihre Lebens- und Zukunftsgestaltung. Urteilskompetenz w beurteilen die Auswirkungen verschiedener Zukunftsvisionen auf die Lebenshaltung und -gestaltung des einzelnen Menschen, w beurteilen verschiedene apokalyptische Denkmodelle hinsichtlich ihrer resignierenden und gegenwartsbewältigenden Anteile, w erörtern mögliche Beiträge christlicher Hoffnung zur Bewältigung von Gegenwarts- und Zukunftsaufgaben, w beurteilen menschliche Zukunftsvisionen und Utopien hinsichtlich ihrer Machbarkeit und ihres Geltungsanspruches. w erörtern die Relevanz der Botschaft von der Auferweckung. |
Übergeordnete Kompetenzen, die im 2. Hj. schwerpunktmäßig angesteuert werden sollen: Sachkompetenz Wahrnehmungskompetenz w beschreiben, welche Relevanz Glaubensaussagen für die Gestaltung des eigenen Leben und der gesellschaftlichen Wirklichkeit gewinnen können, w unterscheiden sich ergänzende von sich ausschließenden Deutungsangeboten. Deutungskompetenz w deuten Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens stellen, w erläutern den Anspruch und die lebenspraktischen Konsequenzen religiöser Wirklichkeitsdeutungen, Urteilskompetenz w erörtern Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Konfessionen und Religionen, w erörtern kritische Anfragen an christliche Glaubensinhalte und kirchliche Wirklichkeit, Handlungskompetenz Dialogkompetenz w formulieren ihre eigene Überzeugung zur Frage nach Gott und dem Menschen und formulieren diese im Dialog, w vergleichen Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen und nutzen ihre Erkenntnisse im möglichen Dialog. Gestaltungskompetenz w verwenden reflektiert traditionelle religiöse Ausdruckformen in Aneignung oder Umgestaltung zum Ausdruck eigener Glaubensüberzeugungen oder verzichten begründet darauf. Methodenkompetenz w beschreiben Sachverhalte in unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen angemessen unter Verwendung eines Repertoires theologischer Begriffe, w erschließen biblische Texte durch unterschiedliche methodische, insbesondere historisch-kritische, Zugänge, w identifizieren methoden- und kriterienorientiert religiöse Sprache und erläutern ihre Bedeutung, w analysieren methodisch reflektiert unterschiedliche religiöse Ausdrucksformen sprachlicher, bildlich-gestalterischer und performativer Art sowie Produkte der Gegenwartskultur mit religiöser Thematik sachgerecht. |
4 Grundsätze zur Leistungsbewertung im Fach Evangelische Religionslehre
4.1 Allgemeines |
Der/die Unterrichtende sorgt für Transparenz hinsichtlich der Bewertungskriterien zu Beginn jeden Halbjahrs. Der individuelle Leistungsstand kann von SuS und Erziehungsberechtigten erfragt werden. Es erfolgt eine regelmäßige Leistungsrückmeldung. Es gelten die allgemein verbindlichen Vorgaben. Die Leistungsbewertung bezieht sich auf alle Kompetenzbereiche: Sach-, Methoden-, Urteils-/Personal- und Handlungs-/ Sozialkompetenz. Sie basiert auf den gültigen Kernlehrplänen. |
Die Leistungsbeurteilung in den Fächern in der Sekundarstufe I bezieht sich ausschließlich auf die sonstige Mitarbeit. Das persönliche Bekenntnis ist nicht Gegenstand der Leistungsbewertung. Die angestrebten Kompetenzen umfassen auch Werturteile, Haltungen und Verhaltensweisen, die sich einer unmittelbaren Leistungskontrolle entziehen. |
4.2 Leistungsbewertung in der Sekundarstufe I
Sonstige Mitarbeit |
Kriterien |
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Mündliche Beiträge zum Unterricht
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Beiträge zum Unterrichtsgespräch |
Unterrichtsgespräche
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Beiträge im Rahmen von eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns mit Phasen individueller Arbeit und Arbeit in Gruppen |
Rollenspiel, Befragung, Erkundung, Präsentation, Projektarbeit, Referate, Recherche, Stationenlernen, Wochenplanarbeit, Lernquiz |
Produkte
Leistungen im Team
Lernprozesse
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Schriftliche Beiträge zum Unterricht und Lernerfolgskontrolle |
kreative Schreibaufträge, Protokolle, Materialsammlungen/Portfolios, Hefte/Mappen/ Kladden, ein bis zwei Lernerfolgskontrollen pro Halbjahr bei maximaler Länge von 15 Minuten |
Schriftliche Lernerfolgskontrollen
sonstige schriftliche Beiträge
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Die allgemeine Gewichtung der einzubringenden Leistungen stellt sich wie folgt dar: Die mündlichen Beiträge gehen etwa zu 40%, die Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen Arbeitens gehen etwa zu 30% und die schriftlichen Beiträge gehen zu etwa 30 % in die Zeugnisnote ein.
Eine rein rechnerische Bildung der Zeugnisnote ist unzulässig; es bleibt ein pädagogischer Spielraum für die Gesamtnote. Für die Bildung der Ganzjahresnote wird die Halbjahresnote in angemessenem Umfang berücksichtigt.
In die Bildung der Zeugnisnote fließt darüber hinaus in jeder Jahrgangsstufe eine, von der Fachkonferenz festgelegte, besondere Lernleistung ein, die der spiralförmig fortschreitenden Kompetenzsteigerung dient (z.B. Projekt, Plakat, Kladde)
4.3 Leistungsbewertung in der Sekundarstufe II
- Fachspezifische Vorgaben der Lehrpläne zur Leistungsbewertung
- Kompetenzorientierung:Sachkompetenz, Methodenkompetenz, Urteilskompetenz àin ihrer Propädeutik für Handlungskompetenz (vgl. MSWWF: Richtlinien und Lehrpläne, Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule, Erziehungswissenschaft/Philosophie/ev. Religion/kath. Religion)
Sachkompetenz: vgl. jeweilige Vorgaben der Richtlinien und Lehrpläne
Methodenkompetenz: AFB I: Verfahren methodischer Informationsgewinnung und –verarbeitung darlegen; Methoden der Textarbeit; sachgerechtes Strukturieren von Texten; AFB II: Methoden der Erkenntnisgewinnung rekonstruieren, vergleichen und auf einfache Aufgaben anwenden; Hypothesenbildung und Erarbeitung von Denkmodellen; AFB III: Methoden beurteilen, problemorientiert auswählen und selbstständig anwenden;
Urteilskompetenz: Kritische Überprüfung und Bewertung von Argumenten und theoretischen Positionen. Einübung in selbstständig reflektierte Stellungnahmen im unterrichtlichen Meinungsaustausch und zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Theorien.
Handlungskompetenz: Modelle, Theorien und Argumente für das eigene Selbstverständnis und Handeln durchdenken (Orientierungs- und Entscheidungskompetenz); persönliche Entfaltung in sozialer Verantwortlichkeit;
- Klausuren:
- Anzahl und Dauer von Klausuren:
- Vorbereitung: progressive Einübung in die fachspezifischen Operatoren; Übungsklausuren; Facharbeiten in einem Fach ersetzen die entsprechende dritte Klausur in der Q1;
- Bewertungskriterien für die Facharbeit sind: Übersichtlichkeit im Aufbau der Arbeit, themengerechte Gliederung, Schlüssigkeit der Gedankenführung, Umfang und Tiefe der Arbeit, richtige Gewichtung einzelner Aspekte, Eigenständigkeit (bei der Auswahl des Themas; in der Arbeitsphase, die z.B. in den Beratungsgesprächen sichtbar wird; bei verwendeten Beispielen) und die Eignung der ausgesuchten Quellen. Sowie äußerer Gesamteindruck, sprachliche Korrektheit, Einhaltung der vorgegebenen formalen Kriterien. Besonders wichtig ist es, dass die SuS deutlich machen, dass sie die Inhalte ihrer Arbeit auch wirklich verstanden haben. Um dies festzustellen, kann die Lehrkraft ein Gespräch mit ihnen führen.
- Konzeption von Klausuren: Formale, inhaltliche, methodische Absprachen unter den Fachkollegen basierend auf den Richtlinien und Vorgaben für das ZA; Berücksichtigung der Kompetenzbereiche, Aufgabenformate, Anforderungsbereiche und der Operatoren des ZA;
- Beurteilungskriterien: progressive Orientierung an dem Punkte-/Notenraster des ZA und der Verteilung der Anforderungsbereiche (AFB I-III);
- Leistungsrückmeldung: kriteriengestützte Bewertungsraster mit Punkte – Notenzuordnung angelehnt an das ZA, gelegentliche Selbstbeurteilung durch die SuS anhand eines Bewertungsrasters; ausführliche Besprechung der Klausuren mit individuellenmündlichen und schriftlichen Förderempfehlungen bei festgestellten Defiziten;
Sonstige Leistungen/Sonstige Mitarbeit:
- Formen der sonstigen Mitarbeit: alle Leistungen, die die SuS im Zusammenhang mit dem Unterricht mit Ausnahme der Klausuren und der Facharbeit erbringen. Dazu gehören z.B. Beiträge zum Unterrichtsgespräch, die Mitarbeit in den verschiedenen Unterrichtsphasen (EA/PA/GA) und in Projekten sowie offenen Unterrichtsformen. Darüber hinaus in den Unterricht eingebrachte Hausaufgaben, Leistungen bei Präsentationen, Protokollen und schriftlichen Übungen.
- Die Bewertung der Sonstigen Mitarbeit/Sonstigen Leistungen erfolgt kriteriengeleitet (vgl. Lessing-Konzept „SOMI Noten Sek. II“) und transparent. Zentrale Aspekte sind Qualität, Quantität und Kontinuität der Mitarbeit/Leistungen; folgende Kriterien finden Anwendung:
- Anteil von Reproduktion, Anwendung und Transfer, Umfang der Eigentätigkeit und Grad der Selbstständigkeit, Urteilsfähigkeit
- Fähigkeit zu zusammenhängender und nachvollziehbarer Darstellung, Sicherheit in fachlicher Terminologie
- Maß an Zuverlässigkeit, Ausdauer, Konzentration, Selbstbeherrschung und Ernsthaftigkeit im Sinne der zielstrebigen Aufgabenbewältigung
- Team- und Kooperationsfähigkeit
- Funktion von Hausaufgaben: Hausaufgaben ergänzen die Arbeit im Unterricht. Sie dienen zur Sicherung und Festigung des im Unterricht Erarbeiteten sowie zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts (vgl. Hausaufgabenkonzept des Lessing-Gymnasiums).
- Stellenwert: Dem Beurteilungsbereich „Sonstige Mitarbeit“ kommt in der Q1 und Q2 der gleiche Stellenwert zu wie dem Beurteilungsbereich „Klausuren.“ In der Einführungsphase werden die Klausuren angemessen in der Kursabschlussnote berücksichtigt.
- Beobachtung der Leistungsentwicklung (Diagnosewerkzeuge: z.B. kurzeschriftliche Leistungsüberprüfungen, Beobachtungen im Unterricht; Portfolio; Referate; kriteriengeleitete Beobachtungsbögen)
- Lernsituationen – Leistungssituationen: bewusste Transparenz gegenüber SuS bezüglich ausgewiesener, nicht zur Bewertung herangezogener Lernsituationen (z.B. Übungsphasen; Rollenspiele)
- Leistungsrückmeldungen: Selbsteinschätzung in Form von Bewertungsbögen (bspw. zur eigenen Mitarbeit; für GA); ausführliche Rückmeldungsgespräche zum Ist-Stand und gemeinsame Entwicklung von persönlichen und fachlichen Strategien zurindividuellen Lernentwicklung.
5 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit
Die Fachkonferenz Ev. Religion hat die folgenden fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätze beschlossen. In diesem Zusammenhang beziehen sich die Grundsätze 1 bis 14 auf fächerübergreifende Aspekte, die auch Gegenstand der Qualitätsanalyse sind, die Grundsätze 15 bis 20 sind fachspezifisch angelegt.
Überfachliche Grundsätze:
- )Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse.
- )Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schüler/innen.
- )Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt.
- )Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.
- )Die Schüler/innen erreichen einen Lernzuwachs.
- )Der Unterricht fördert eine aktive Teilnahme der Schüler/innen.
- )Der Unterricht fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schülern/innen und bietet ihnen Möglichkeiten zu eigenen Lösungen.
- )Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schüler/innen.
- )Die Schüler/innen erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt.
- )Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partner- bzw. Gruppenarbeit.
- )Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Arbeit im Plenum.
- )Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten.
- )Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt.
- )Es herrscht ein positives pädagogisches Klima im Unterricht.
Fachliche Grundsätze:
- )Evangelischer Religionsunterricht trägt zur religiösen Bildung der Schüler und Schülerinnen bei. Dies geschieht, indem er die Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler mit weltanschaulichen, religiösen und theologischen Deutungen der Wirklichkeit wechselseitig verschränkt und erschließt.
- )Hierbei spielt die methodische Fachkompetenz eine wichtige Rolle, welche für die Auseinandersetzung mit religiösen Inhalten benötigt wird. In der gymnasialen Oberstufe wird in diesem Zusammenhang schwerpunktmäßig in wissenschaftliche Arbeitsformen eingeführt. Dazu zählen vor allem hermeneutische Verfahren zur Texterschließung wie die historisch-kritische Methode und deren kritische Reflexion.
- )Die Lektüre einer Ganzschrift sollte in den Kursverlauf integriert werden.
- )Außerschulische Lernorte und originale Begegnungen, welche spezifisch für den Religionsunterricht sind, sollten in den Kursverlauf einbezogen werden (z.B. Synagoge, Moschee, Besuch fachspezifischer Ausstellungen, Bethel, Werkstatt Bibel in Dortmund) und so den interreligiösen Dialog fördern.
- )Projektorientierte Unterrichtsverfahren und die Arbeit mit Lernzirkeln zu verschiedenen Themen, welche das eigenständige Arbeiten der SuS unterstützen, sollten gefördert werden.
- )In Bezug auf das Erlangen überfachlicher Methodenkompetenzen (Präsentations-, Kommunikations-, Rechercheverfahren) verweist die Fachschaft Ev. Religion auf das überfachliche Methodenkonzept der Schule.
6 Lehr- und Lernmittel
Grundlagen:
Lutherbibel, Basisbibel, Einheitsübersetzung, Züricher Evangeliensynopse
Unterrichtsmittel:
Perspektiven Religion. Arbeitsbuch für die S II
Kursbuch Religion Oberstufe
Glaube und Naturwissenschaft. Oberstufe Religion
Religionsunterricht praktisch. Mach’s wie Gott, werde Mensch
Religionsunterricht praktisch. Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen
Religionsunterricht praktisch. Ist der Mensch noch zu retten. Kirche auf dem Weg ins 21. Jh